Wildeshausen - Eine deutliche Straffung der Ratsarbeit in Wildeshausen hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Sasse gefordert. „Wir befassen uns mehrfach mit Themen, die per Beschluss bereits eindeutig geregelt sind“, sagte er. Beispielsweise habe der Rat den Bau des Schwimmbads und den Kostenrahmen beschlossen. Sasse: „Danach kann es für die Politik nur noch drei Veranstaltungen geben: Erster Spatenstich, Richtfest und Einweihung!“ Gleiches gelte für den Neubau des Feuerwehrhauses in der Pagenmarsch.
Gemeinsam mit seinen Fraktionsmitgliedern Christa Plate (CDU) und Bernhard Block (parteilos) berichtete er vor Mitgliedern der Senioren-Union Wildeshausen aus der Arbeit im Rat. „Hans-Henning Sturm hat uns darum gebeten. Da kommen wir natürlich gern.“ Sasse meinte, mit zehn von insgesamt 33 Stimmen habe die Union einen schweren Stand. Um Mehrheiten zu erhalten, müsse man mit Fakten überzeugen. „Ich persönlich stelle immer häufiger fest, dass sich der Bürgermeister sehr intensiv in die politische Meinungsbildung einbringt, und nicht alle Mitglieder des Rates den gleichen Kenntnisstand haben.“ Nach wie vor werde die CDU darauf drängen, der „Stadtentwicklung“ einen höheren Stellenwert zu geben und das Thema aus dem Bau- und Umweltausschuss zu lösen.
Thema waren zudem die Finanzen: Als „erneuten Flop“ bezeichnete die Union den Bürgerhaushalt des Bürgermeisters. Bis heute sei die Verwaltung die Antworten schuldig, wer die Kosten für Flyer, Verteilung an die Haushalte und Personalkosten übernommen hat. Sasse sagte, er frage sich zudem, warum der Bürgermeister so viel Druck bei der Entscheidung für ein Urgeschichtliches Zentrum (UZW) aufgebaut habe. Der städtische Anteil von einer Million Euro könne bis 2016 nicht im Haushalt dargestellt werden. Die CDU-Fraktion halte an ihrer Forderung fest, die Kosten der Verwaltung (ohne Personalkosten) für fünf Jahre zu budgetieren und den Endbetrag um 15 Prozent zu kürzen.
