Hude - Der Kahlschlag am Geestrandgraben in Hude durch den Entwässerungsverband Stedingen (NWZ berichtete) rückt jetzt auch wieder die Forderung nach einem besseren Baumschutz für Hude in den Blickpunkt. Die SPD habe einen entsprechenden Antrag schon vor einem Jahr gestellt, so Pressesprecher Hendrik Rüdebusch in einer Erklärung seiner Partei.
Der Antrag von SPD-Ratsmitglied Paul Konertz sei seinerzeit auf Wunsch der Grünen mehrfach verschoben worden.
„Auch wurde die Verwaltung wiederholt darauf hingewiesen, den Antrag wieder auf die Tagesordnung zu nehmen, was bis dato nicht erfolgt ist“, stellen die Sozialdemokraten fest. Bereits im April 2014 habe sich der SPD-Ortsverein mit Interessierten und Fachleuten in einer öffentlichen Sitzung zum Thema Baumschutz beraten.
„Dabei wurde ganz klar angesprochen, dass es wichtig ist, ein Bewusstsein für die Bäume zu schaffen sowie besonders schützenswerte Exemplare zu katalogisieren und ein nachhaltiges Baumkonzept für die Gemeinde zu erstellen. Das dabei Unterschiede zwischen Kernbereich und Außenbereich gemacht werden müssen, liegt ebenfalls auf der Hand“, heißt es in der Erklärung der SPD.
Bereits zu diesem Zeitpunkt hätten die Bürgerinnen und Bürger auf fehlende Kompetenzen bei Gemeinde, Landkreis oder Zweckverband bezüglich des Baumschutzes hingewiesen sowie auf die immensen Kosten, die für einzelne Bürger durch die Bäume auf Grundstücken anfallen.
„Der SPD-Ortsverein spricht sich ganz klar für den Erhalt schützenswerter und ortsbildprägender Bäume aus sowie für die Erstellung eines nachhaltigen Baumkonzepts“, so Rüdebusch. Der aktuelle Fall am Geestrandgraben zeige, wie wichtig der Erhalt von Grünanlagen für die Gemeinde sei.
Die SPD hoffe, dass dieses Thema nun auch vom neuen Bürgermeister Holger Lebedinzew auf die Tagesordnung genommen werde und in Kooperation mit den anderen Fraktionen ein Konzept entwickelt werden könne, was sowohl den Bürgern, der Gemeinde sowie auch der Natur zu Gute komme.
