Sandkrug - Die Hatter SPD erteilt der Idee, den Dachsweg komplett für den Straßenverkehr zu öffnen, eine klare Absage. Das betont Dr. Heike Burghardt (SPD), Vorsitzende des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt.

Den Dachsweg zu öffnen, sei tatsächlich zwischenzeitlich von Teilnehmern des Arbeitskreises Dorfentwicklung für den Großraum Sandkrug angedacht worden, bestätigt Burghardt. Aber nach einem Gutachten des Verkehrsexperten Lothar Zacharias, der im Auftrag der Oldenburger Planungsgesellschaft NWP den Prozess der Dorfentwicklung begleitete, sei diese Idee schnell wieder verworfen worden.

Das Gutachten besagt, dass im Bereich Streekermoor, insbesondere für den Sommerweg und die Straße „An der Bahn“, aber auch viele Nebenstraßen Verkehrsströme erzeugt würden, für die diese Straßen nicht ausgelegt und die in einem Wohngebiet auch nicht gewollt sind. Der zusätzliche Verkehr würde ja im gesamten Bereich zwischen Mühlenweg und Grenzweg entstehen. Burghardt: „Man stelle sich nur einmal ein höheres Verkehrsaufkommen im Sommerweg vor, an dem die Grundschule Sandkrug und der Kindergarten liegen“. Allein schon auf Grund der vielfältigen Vorfahrtsregeln (rechts-vor-links, Vorfahrt achten, Verkehrsberuhigte Zone) berge diese Straße eine große Gefahr – nicht nur für Kinder.

Die Ausschussvorsitzende sieht weitere Gründe, die gegen die von der CDU geäußerte Idee sprechen. Die betroffenene Straßen sind auf 5 Tonnen Traglast begrenzt. Im Falle eines von der CDU angedachten Gewerbegebiets im äußersten Norden der Gemeinde sei es mit einer Oberflächenbefestigung des Dachswegs nicht getan. Es müsste ein ganz neuer Straßenkörper aufgebaut werden. „Ein Wohngebiet an dieser Stelle ist städtebaulich nun gar nicht zu vertreten“, schildert sie die Meinung der SPD.

Eine Verbesserung der Radverbindung nach Oldenburg, sei es als verbesserter Radweg oder als Radfahrstraße, über den Dachsweg würden viele Bürger wohl befürworten, so auch die SPD. Ein Straßenbau dagegen habe zu viele negative Seiten.