Lemwerder - Wer die Kommentare in den sozialen Medien im Internet liest, der glaubt, dass alles bereits entschieden ist. Aber auf direkte NWZ -Nachfrage lassen sich die möglichen künftigen Gruppenpartner im neuen Lemwerderaner Gemeinderat noch alle Möglichkeiten offen.
„Dazu sage ich erst etwas, wenn es unterschrieben ist“, reagiert Meinrad-M. Rohde von der SPD Lemwerder am Dienstag auf die Diskussionsbeiträge im Internet, wonach die künftige siebenköpfige SPD-Gemeinderatsfraktion mit der neuen vierköpfigen CDU-Gemeinderatsfraktion eine Gruppe bilden wird – und mit elf von 18 Sitzen dann die absolute Mehrheit hätte.
Rohde bestätigt lediglich, dass auf der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl die SPD-Ratsfraktion dem neu gewählten Vorstand aufgetragen hat, mit den anderen Fraktionen auszuloten, ob eine Gruppenbildung möglich ist. Dem Vorstand gehören neben Rohde als wiedergewähltem Vorsitzenden Jan Olof von Lübken und Günter Naujoks als Stellvertreter an.
Diese Gespräche hätten mittlerweise stattgefunden, so Rohde. Für die SPD sei dies nach 30 Jahren absoluter Mehrheit im Gemeinderat „eine völlig neue Situation“ gewesen, räumt Rohde ein. Deshalb werde man Kompromisse schließen müssen – „anhand der Sachthemen“.
„Wir sitzen zusammen“, bestätigt auch Wolf Rosenhagen (CDU) entsprechende Gespräche mit der SPD. Aber, führt er weiter aus, „es gibt noch nichts zu sagen, wenn die Gespräche noch nicht beendet sind“.
Gesprochen habe man nicht nur mit der SPD, sondern auch mit Vertretern anderer Fraktionen, betont Rosenhagen. Was danach in den sozialen Medien diskutiert werde, „das kommentiere ich nicht“, ergänzt Rosenhagen.
