Aschenstedt - Die SPD-Kreistagsfraktion hält eine Entschleunigung des Verkehrs an der Aschenstedter Kreuzung in der Gemeinde Dötlingen für geboten, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. In einem Antrag bittet sie die Kreisverwaltung, die Daten der Verkehrszählung 2015 möglichst schnell aufzubereiten und über eine mögliche Umgestaltung der Kreuzung, beispielsweise zu einem Kreisel, im zuständigen Fachausschuss zu sprechen.

Der Landkreis hatte die Einrichtung einer geschlossenen Ortschaft und den Bau eines Kreisels an der Kreuzung von Landes- und Kreisstraße nach einem Besichtigungstermin durch die Verkehrssicherheitskommission abgelehnt. Eine Entscheidung, die der Dötlinger SPD-Kreistagsabgeordnete Gerrit Meyer nicht verstehen kann.

Die SPD vertritt entgegen der Meinung des Fachamtes die Position, dass es nicht nur auf die durchschnittliche Verkehrsmenge ankommt, sondern auch berücksichtigt werden muss, ob es örtliche Besonderheiten gibt, die zu einem höheren Gefahrenpotenzial an der Kreuzung führen können.

Franz Duin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, verweist auf Firmenzufahrten im engeren und weiteren Kreuzungsbereich und den damit verbundenen Abbiegeverkehr. Auch der Schwerlastverkehr und die Bushaltestelle in der Nähe müssten berücksichtigt werden. „Es kommt nicht darauf an, die einschlägigen Verwaltungsvorschriften eng gegen eine Entschleunigung auszulegen, sondern die tatsächlichen Gegebenheiten in die Beurteilung einzubeziehen“, so Duin.

Der Bürgerwille, der sich in Briefen an den Landkreis und der Bitte der Gemeinde Dötlingen geäußert habe, eine geschlossene Ortschaft einzurichten, sei neben der fachlichen Beurteilung zu berücksichtigen, so Duin, der ausdrücklich darauf hinweist, dass die SPD keine Beliebigkeitsplanung unterstützen werde. Man respektiere die Kompetenz der Fachabteilung, das aber bedeute nicht, dass die politische Willensbildung keine Rolle spiele. Und deshalb wolle die SPD eine erneute Debatte auch unter den genannten Aspekten führen.