Landkreis - Der Arbeitskreis Schule der SPD-Kreistagsfraktion unter Führung von Helmut Hinrichs (Hatten) hält eine Schulstrukturreform im Landkreis Oldenburg für nötiger denn je. Auf Drängen der Sozialdemokraten sei zwar ein Arbeitskreis des Kreistages gegründet worden, erklärte Fraktionsvorsitzender Detlef Sonnenberg, aber man sei nicht weiter gekommen, als zu untersuchen, welche Auswirkung eine Übernahme der Haupt- und Realschulen für den Landkreis haben könnte.

Nico Rettcher, SPD-Kreistagsmitglied und Schulleiter in Hude, machte der Fraktion in einem Referat deutlich, dass die unübersichtliche Schulstruktur im Landkreis nicht zukunftsfähig sei. Der SPD-Arbeitskreis hält deshalb eine Restrukturierung im Sinne der Schüler sowie der Ressourcen der Gemeinden und des Landkreises für dringend notwendig und empfiehlt die Gründung einer Bildungsregion für den Landkreis.

Mit dieser Bildungsregion verbindet die SPD das Ziel, die Initiativen und Akteure in einem kontinuierlichen Prozess zu vernetzen. Auf diese Weise sollen Strukturen und Synergien entstehen, die den Bürgern eine stärkere Bildungsbeteiligung ermöglichen und ihre Bildungsbiografien unterstützen.

Zur aktuellen Diskussion der CDU Wildeshausen, die Haupt- und Realschule der Stadt Wildeshausen an den Landkreis abzugeben, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Franz Duin (Wildeshausen): „Grundsätzlich ist es für die SPD-Fraktion denkbar, im Rahmen einer gesamten Schulstrukturreform die Haupt- und Realschulen an den Landkreis abzugeben.“ Ein öffentlicher Vorschlag sei allerdings auf Kritik der CDU-Kreistagsfraktion gestoßen. Auch habe die Bürgermeisterin der Gemeinde Ganderkesee erklärt, dass sie nicht gewillt sei, darüber zu diskutieren.

Die SPD lehne eine Einzellösung für Wildeshausen ab, da dies zu noch mehr Verwerfungen führen werde, betonte Duin. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass die anderen Gemeinden des Kreises gewillt seien, eine solche Insellösung über die Kreisumlage mitzufinanzieren.