Hude - 575 Unterschriften innerhalb von knapp sechs Tagen hat eine Initiative von Huder Bürgern unter Regie von Carsten Raschen gesammelt: Sie alle sprechen sich dagegen aus, einen Teil des kommunalen Spielplatzes an der Jägerstraße in Hude für den Bau von Schlichtwohnungen zur Flüchtlingsunterbringung abzuzwacken (NWZ  berichtete).

Der 6000 Quadratmeter große Spielplatz sei eine „Perle“ in dem Gebiet. Und er sollte so erhalten bleiben als Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und auch ältere Menschen, betonte Carsten Raschen, als er am Mittwoch in Begleitung etlicher Bürger – darunter Elternvertreter der Schule Jägerstraße und des Kindergartens Blumenstraße – die Unterschriftenlisten an den Bürgermeister im Rathaus übergab. Noch einmal intensiv sollte die Gemeinde danach Ausschau halten, ob sich andere Grundstücke besser eigneten.

„Wir sind an einem Punkt, wo wir handeln müssen“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew. Deshalb habe die Gemeinde zunächst vier Grundstücke ausgeguckt, darunter etwa die Hälfte – eventuell nur ein Drittel – des Spielplatzes Jägerstraße, wo schnell gebaut werden könne. Der Rest des Spielplatzes bleibe erhalten.

Die Jägerstraße sei doch eigentlich ein Standort, der eine wunderbare Symbiose für die Integration biete.

Die Beschwerdeführer sehen das anders: Der Spielplatz werde nach der Bebauung nicht mehr so intensiv genutzt, sagen sie voraus. Der Grund: Ein Spielplatz funktioniere nur gut, wenn alle Besucher kommen könnten und alle auch wieder gingen, anstatt das einige Nutzer dort auf Dauer wohnten.