[SPITZMARKE]BAGDAD/ - BAGDAD/BERLIN/DPA - Der Zentralrat der Muslime hat für eine Delegation aus Bundesregierung und Muslimen plädiert, die sich im Irak für die Freilassung der entführten Deutschen Susanne Osthoff einsetzen soll. „Ich sehe keine Alternative zu einer offiziellen Delegation, die im Irak direkt tätig sein soll, die Politiker kontaktiert, die Geistlichkeit mobilisiert und Verbindungen direkt vor Ort durch Mittelsmänner herzustellen versucht“, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Nadeem Elyas. Er bekräftigte sein Angebot, sich im Tausch mit Osthoff in die Hände der Geiselnehmer zu begeben. Elyas appellierte, den öffentlichen Druck zu erhöhen. Das könne die Entführer dazu bewegen, sich zu melden.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Berliner Bischof Wolfgang Huber, forderte die Bundesbürger unterdessen zur Solidarität mit Susanne Osthoff auf. Huber sagte, nun sei die Phase erreicht, „in der man deutlich erkennbar machen muss, dass man auf der Seite dieses Menschen steht“.

Bisher gibt es kein Lebenszeichen von der am 25. November im Nordirak verschleppten 43-Jährigen. Am Wochenende waren bei einer Mahnwache für Osthoff in München auch kritische Stimmen zu hören, die der im Irak engagierten Archäologin Leichtsinn vorwarfen.

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