[SPITZMARKE]BERLIN[/SPITZMARKE] - BERLIN/AFP - Die neueste Beratertätigkeit von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für den Essener Energiekonzern Ruhrkohle AG (RAG) und der geplante Wechsel des ehemaligen Finanzstaatssekretärs Caio Koch-Weser zur Deutschen Bank werden möglicherweise ein Nachspiel im Bundestag haben. Union und FDP wollen Gesetzentwürfe ausarbeiten, die ehemaligen Regierungsmitgliedern und Spitzenbeamten künftig in den ersten fünf Jahren nach ihrem Ausscheiden eine Tätigkeit für Unternehmen untersagen, mit denen sie während ihrer Amtszeit befasst waren, heißt es in Medienberichten.

„Das Ganze riecht nach Filzpantoffeln“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle. Der Haushaltsexperte Jochen-Konrad Fromme kritisierte, es sei nicht einzusehen, dass Soldaten der Wechsel in die Rüstungsindustrie verboten sei, bei anderen Staatsdienern ein Auge zugedrückt werde.