Stade - Der Landkreis Stade hat keine Hinweise auf ein Fehlverhalten amtlicher Tierärzte bei verbotenen Schlachtungen kranker Rinder in einem Betrieb in Düdenbüttel. Das sagten Vertreter der Kreisverwaltung am Mittwoch im Stader Agrarausschuss. Sie hatten seit Anfang April Videos analysiert, die Aktivisten der Organisation Soko Tierschutz verdeckt angefertigt hatten, um Tierquälereien bei Abtransport und Schlachtung der Kühe zu dokumentieren.

Zu sehen war unter anderem, wie bewegungsunfähige Tiere an Ketten auf die Transporter oder von ihnen herunter gezerrt wurden. Solche Tiere seien gezielt immer nur dann angeliefert worden, wenn keine amtlichen Tierärzte auf dem Schlachtbetrieb waren, sagte die zuständige Dezernentin Nicole Streitz. In ihrer Vorlage für den Ausschuss sprach sie von einem „bestimmten Muster in den Arbeitsabläufen“.