Stade/Norden - Weil im Zuge des Klimawandels der Meeresspiegel steigt, werden auch an der Elbe für die kommenden Jahrzehnte höhere Sturmfluten erwartet. Um denen standzuhalten, müssen viele Deiche an der Unterelbe erhöht werden; betroffen sind die Anrainerländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg.

Doch Deichbau ist eine komplizierte, langwierige und teure Angelegenheit. „Wegen des großen Bauvolumens werden mehrere Jahrzehnte vergehen, bis alle Deicherhöhungen abgeschlossen sind“, heißt es beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die Behörde mit Hauptsitz in Norden macht für Niedersachsen die Vorgaben bei der Erhöhung. 102 Kilometer lang von der Kugelbake in Cuxhaven bis zur Landesgrenze mit Hamburg ist der niedersächsische Deichabschnitt an der Unterelbe. Die Nordseeküstenlinie des Landes ist insgesamt 1300 Kilometer lang.

Von 35 Jahren Bauzeit sprachen NLWKN-Experten am Donnerstag bei einer Konferenz von Landräten, Bürgermeistern und Deichverbänden in Stade. „Das Verfahren muss schnell beginnen“, so Michael Roesberg (parteilos), Landrat des Kreises Stade.