Cloppenburg - Mit einem eindringlichen Appell hat sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese am Montagnachmittag an die Mitglieder des Cloppenburger Stadtrats gewandt. Die Stadt, so erklärte er, benötige dringend weiteren Wohnraum, um die zugewiesenen Flüchtlinge unterbringen zu können.

Wie der Bürgermeister weiter erläuterte, rechnet die Stadt damit, bis zum Ende des Jahres noch Platz für 300 Menschen schaffen zu müssen. 25 Plätze würden bald im Dachgeschoss eines Verwaltungsgebäudes zur Verfügung stehen, darüber hinaus liefen Gespräche mit sieben Vermietern, durch die – sollten sie zustimmen – weitere 43 Plätze eingerichtet werden könnten.

Weiterhin setze die Stadt ihre Hoffnung auf Verhandlungen mit den Besitzern von drei Gewerbeimmobilien, in denen zum einen 32 Wohnplätze, zum anderen einmal 30 und einmal 15 Plätze geschaffen werden könnten – zumindest nach einigen baulichen Veränderungen. „Damit haben wir aber noch immer nicht die benötigten 300 Plätze“, bedauerte Wiese.

Angesichts der zahlreichen Flüchtlinge wurde auch das Personal in der Verwaltung aufgestockt. Etwa 140 000 Euro mehr Personalkosten müssten deshalb für den Haushalt 2016 eingeplant werden, kündigte Wiese an. Was die Sprachlernklassen an den Schulen betrifft, so sei eine an der St.-Andreas-Schule eingerichtet worden. Darüber hinaus liefen Verhandlungen mit dem Bischöflich Münstersches Offizialat über die Gründung einer Sprachlernklasse an der Marienschule in Cloppenburg.

Informationen über noch freien Wohnraum in der Stadt Cloppenburg nimmt Sachbearbeiter Egon Meyer-Pölking unter t   0 44 71/18 51 39 entgegen. Der Landkreis Cloppenburg hat zudem im Kreishaus, Eschstraße 29 in Cloppenburg, eine Anlaufstelle für Vermieter eingerichtet. Die Beratungsstelle ist unter   t   0 44 71/1 55 00 erreichbar.