NWZ
.Seit dem Wochenende steht das knapp 19 Hektar große Kasernengelände zum Verkauf. Einige Interessenten haben bereits nachgefragt, berichtete Verkaufsteam-Leiter Jürgen Hohmann. Er ist eigenen Angaben zufolge optimistisch, dass ein Verkauf noch in diesem Jahr abgewickelt werden kann.
Für das Kasernenareal besteht derzeit noch kein Bebauungsplan. Nach einer Machbarkeitsstudie ist die Liegenschaft aufgrund ihrer Lage und Struktur für Wohn- und Mischnutzung geeignet. Angesichts der großen Nachfrage an innenstadtnahen Wohnungen favorisiert die Stadtverwaltung jedoch vorrangig Wohnnutzung und hat dies in einem neunseitigen Eckpunktepapier festgelegt.
Danach ist ein Mix aus unterschiedlichen Wohnungstypen (Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser) und Wohnformen (Familien, Generationswohnen, Senioren und Studenten) gewünscht. Ferner möchte die Verwaltung Angebote für Menschen mit Behinderung realisiert sehen. Überdies wird an Wohnungen für etwa 60 Asylbewerber gedacht.
Die Sportflächen sollen nach dem Willen der Verwaltung bestehen bleiben. Und für das ehemalige Offizierheim hat die Stadt selbst eine Kaufoption angemeldet, um für den Verein Oldenburger Jugendkulturarbeit die weitere Nutzung des Gebäudes zu sichern.
Investoren müssen allerdings berücksichtigen, dass aus Gründen des Denkmalschutzes ein Großteil der vorhandenen Gebäude (zumeist 1937 erbaut) zu erhalten ist.
Neben dem Offizierheim sind derzeit auch einzelne Gebäude und Lagerhallen sowie Freiflächen vermietet. Laut Wera Buhr bestehen etwa 100 Mietverträge mit kurzen Kündigungsfristen. In der Hauptsache würden die vermieteten Flächen als Pkw-Abstellplätze genutzt. Dadurch verdient die Bima jeden Monat immerhin mehr als 12 000 Euro.
