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NWZonline.de Nachrichten Politik

Steilpass auf die Mächtigen dieser Welt

17.11.2008

NA NAI Welche deutschen Politiker kommen derzeit am meisten in der Welt herum? Merkel, Steinmeier, Jung, Steinbrück – viele Ministernamen fallen einem ein. Aber an einen wird vermutlich nur selten gedacht: Willi Lemke. Seit April ist der frühere Bremer SPD-Politiker als Nachfolger des Schweizers Adolf Ogi UN-Sonderbeauftragter für Sport „im Dienste von Entwicklung und Frieden".

Die Idee hinter diesem Posten: Sport lehrt faires Verhalten, den vernünftigen Umgang mit Sieg und Niederlage, das Akzeptieren von Richtersprüchen. „Sport kann den Weg zur Demokratie weisen", sagt Lemke, der seit April kreuz und quer durch die Welt reist – vor 14 Tagen Elfenbeinküste, vor einer Woche Dubai, aktuell Thailand. Die Aufgabe des 62-Jährigen: „Ich bin auf einem langen Weg festzustellen, wo es wirklich gute Projekte gibt, wo der Sport etwas zur friedlichen Entwicklung beiträgt."

Lemkes Dienststelle hat keinen eigenen Etat zur Umsetzung von Sportprojekten. Aber der Bremer verfügt über anderes Kapital: Als Unter-Generalsekretär der UN öffnen sich ihm alle Türen. „Ich habe den Riesenvorteil, dass ich allen von meiner Arbeit, von meinen Eindrücken und Erkenntnissen berichten kann", sagt Lemke. So wird er im Herrscherhaus von Dubai empfangen oder plaudert mit Albert von Monaco über dessen Förderprojekt in Afrika.

Lemke kann bei den Mächtigen und Einflussreichen dieser Welt Anstöße geben, aber er kann auch warnen. „Es gibt auch negative Beispiele, bei denen man sagen muss: Hört auf, da weiter Geld reinzupumpen, es bringt nichts", berichtet Lemke. Beispiele nennt er nicht, spricht aber von einer Positiv-Negativ-Bilanz von 50:50.

Am vergangenen Sonnabend besuchte der ehemalige Manager von Werder Bremen und jetzige Werder-Aufsichtsrat die von dem Bremer Reeder Niels Stolberg ins Leben gegründete Beluga School for Life im Ort Na Nai im Süden Thailands. Hier leben und lernen Kinder, deren Familien Opfer des Tsunami von 2004 wurden. Auch andere Kinder aus sehr prekären Verhältnissen haben hier eine Heimat gefunden.

Lemke soll auf dem Gelände der Schule einen neuen Fußballplatz einweihen. Ein Sportfest mit rund 250 Kindern bietet den bunten, fröhlichen Rahmen. „Ich werde UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagen, dass das hier das beste Projekt ist, das ich bisher gesehen habe", ruft Lemke den Kindern zu und überreicht ihnen einen Fußball als Geschenk. „Direkt aus der Werder-Kabine, den Ball hatte Diego in der Hand!"

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