STENUM - Wie geht es weiter mit dem Ausbau der Stromnetze und speziell mit der Realisierung der Höchstspannungs-Trasse von Ganderkesee nach St. Hülfe? Antworten auf diese Fragen gibt es an diesem Montag, 16. Juli, bei einer Informationsveranstaltung im Hotel Backenköhler in Stenum. Beginn ist um 18 Uhr.
Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) höchstpersönlich wird nach der Begrüßung durch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas den einleitenden Vortrag halten. Auch Vertreter des Netzbetreibers Tennet sind vor Ort, um über die Planungen zu informieren. Aus Sicht der Samtgemeinde Harpstedt, die von der Trasse durchquert wird, äußert sich Bürgermeister Uwe Cordes. Schließlich erläutert Professor Lutz Hoffmann von der Leibniz-Universität Hannover die technischen und wirtschaftlichen Aspekte der Teilverkabelung.
Darauf, dass die 380-kV-Leitung so weit wie möglich unter die Erde kommt, pocht bekanntlich unter anderem die Gemeinde Ganderkesee: „Wir fordern, dass die Leitung möglichst auf ihrer gesamten Länge – zumindest aber dort, wo die Abstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden – unterirdisch verlegt wird“, erklärt Bürgermeisterin Gerken-Klaas. Das 2009 beschlossene Energieleitungs-Ausbaugesetz (EnLAG) sieht die Möglichkeit der Erdverkabelung vor, wenn Mindestabstände zu den nächsten Wohnhäusern (im Außenbereich 200 Meter) unterschritten werden.
Veranstaltet wird der Infoabend von der Gemeinde Ganderkesee und dem Land Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Deren „Forum Netzintegration Erneuerbare Energien“ engagiert sich seit mehreren Jahren im Bereich der Stromnetzentwicklung. „Das Stromnetz soll nicht zum Flaschenhals der Energiewende werden“, betont DUH-Experte Dr. Peter Ahmels, der die Veranstaltung moderieren wird. „Wir brauchen Transparenz und frühzeitige Information in den betroffenen Regionen.“ Nur so sei Verständnis für den notwendigen Stromnetzausbau zu erreichen.
Welche Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung es im Rahmen des Planverfahrens gibt, soll im Laufe des Abends ebenfalls angesprochen werden. Daneben bleibe Raum für Diskussion und Fragen, betonten die Veranstalter.
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