Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg machen den Auftakt im Superwahljahr. Laut aktuellem Politbarometer könnte an den Regierungsspitzen alles beim Alten bleiben, aber in den Landtagen gibt es dennoch Verschiebungen."> Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Fünf Wochen vor den Landtagswahlen Für Dreyer und Kretschmann sieht es ganz gut aus

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Henning Otte

Stuttgart/Mainz - In fünf Wochen sind die ersten beiden Landtagswahlen in diesem Superwahljahr: Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz werden die Bürger am 14. März an die Urnen gerufen. Die Forschungsgruppe Wahlen hat für unsere Zeitung und das ZDF ein „Politbarometer Extra“ für beide Länder ermittelt. Die wichtigsten Ergebnisse der am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage im Überblick.

Die Sonntagsfrage in Baden-Württemberg

Die Grünen in Baden-Württemberg mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann an der Spitze haben laut Politbarometer einen großen Vorsprung auf die CDU. Wenn am nächsten Sonntag im Südwesten Landtagswahl wäre, lägen die Grünen bei 34 Prozent und die CDU bei 28 Prozent. Die AfD erreicht demnach elf Prozent, die SPD zehn Prozent und die FDP neun Prozent. Die Linke käme nur auf drei Prozent und würde erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von SWR und „Stuttgarter Zeitung“, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, hatte ein ganz ähnliches Bild ergeben.

Die vergangene Wahlin Baden-Württemberg

Bei der Landtagswahl 2016 hatten die Parteien im Südwesten so abgeschnitten: Die Grünen erreichten 30,3 Prozent, die CDU landete damals erstmals hinter der Ökopartei mit 27 Prozent, die AfD schaffte mit starken 15,1 Prozent den Sprung in den Landtag, die SPD rutschte auf historisch schlechte 12,7 Prozent ab, die FDP kam auf 8,3 Prozent, und die Linke schwächelte mit 2,9 Prozent.

Die Frage nach dem Regierungschef

Bei der Frage, wen sie sich als Ministerpräsidenten wünschen, entschieden sich 70 Prozent der befragten Baden-Württemberger für den amtierenden Ministerpräsident Winfried Kretschmann und nur 13 Prozent für die baden-württembergische CDU-Spitzenkandidatin und derzeitige Kultusministerin Susanne Eisenmann. Grüne und CDU regieren im Südwesten seit 2016 gemeinsam.

Die Sonntagsfrage in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz könnte es neben der Fortsetzung der Ampelkoalition sowohl für Schwarz/Grün, für eine Große Koalition als auch ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP reichen. Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, würde die SPD laut Politbarometer mit 31 Prozent eines ihrer schwächsten Ergebnisse in Rheinland-Pfalz erzielen. Die CDU gewinnt demnach leicht dazu und kommt auf 33 Prozent. Deutlich bergab geht für die AfD mit sieben Prozent, Die FDP muss mit fünf Prozent um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Deutliche Gewinne gibt es für die Grünen (13 Prozent) sowie leichte für die Linke (vier Prozent), die die Fünf-Prozent-Hürde aber immer noch nicht schafft.

Die vergangene Wahl in Rheinland-Pfalz

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren wurde die SPD erneut stärkste Kraft mit 36,2 Prozent. Verluste gab es für die CDU, die zwar wieder zweitstärkste Partei wurde, aber mit 31,8 Prozent ihr bisher schwächstes Ergebnis in Rheinland-Pfalz erzielte. Erstmals im Landesparlament vertreten ist seitdem die AfD, sie wurde mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft. Die FDP kam auf 6,2 Prozent und zog damit nach zwei Wahlperioden außen vor wieder in den Landtag ein. Deutliche Verluste gab es für die Grünen, die mit 5,3 Prozent knapp die Hürde schafften. Die Linke erzielte 2,8 Prozent.

Die Frage nach dem Regierungschef

An der Spitze der Regierung wünschen sich 59 Prozent der Rheinland-Pfälzer weiterhin Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie findet mit 95 Prozent auch die klare Zustimmung der SPD-Anhänger. Für den CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf sprachen sich 23 Prozent aus, selbst bei den CDU-Anhängern waren es nur 50 Prozent.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

BALLSPORT IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden