Wildeshausen - Das Angebot an preiswerten beziehungsweise bezahlbaren Wohnungen in Wildeshausen ist knapp. Darüber ist sich der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Dienstagabend einig gewesen. Doch was kann die Stadt tun, um einerseits Familien und Alleinerziehende in Wildeshausen zu halten, andererseits genug Wohnraum für die Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, die in diesem Jahr noch erwartet werden?
Die UWG möchte die Bau- und Siedlungsgenossenschaft ins Boot holen, die etwa 100 Wohnungen in ihrem Bestand hat. Nach Darstellung von Hermann Hitz (UWG) sollte die Stadt aktiv auf Wohnungsbau- und Vermietungsgesellschaften zugehen.
Nach den Worten von Wolfgang Sasse (CDU) könnte die Stadt versuchen, leerstehende Wohnungen an der Berg-, Ring- und Michaelstraße zu erwerben, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Dagegen werte sich Traute Sandkuhl (Grüne). „Wir können nicht 100 Flüchtlinge in einem Block unterbringen.“ Sasse hingegen möchte nicht in die Verlegenheit kommen, Container aufstellen zu müssen.
Bürgermeister Jens Kuraschinski sagte dazu, dass die Stadt Kontakt zum Eigentümer der leerstehenden Wohnungen aufgenommen habe. Jedoch gebe es dort derzeit einige organisatorische Schwierigkeiten. Im Ausschuss hieß es zudem, dass mehrere dieser Wohnungen sanierungsbedürftig seien.
Helmut Müller (FDP) brachte eine weitere Variante ins Spiel. Die Stadt könne ihr Grundstück am Lehmkuhlenweg an einen Investor mit der Zusage verkaufen, die dort gebauten Wohnungen für zehn Jahre zu mieten. So profitierten beide Seiten.
Der Ausschuss verständigte sich letztlich darauf, mit der Bau- und Siedlungsgenossenschaft zu sprechen. Ferner soll ein Referent der Wohnungsbaugesellschaft GSG Oldenburg eingeladen werden, um über mögliche Bautätigkeiten zu informieren. Der Landkreis ist Gesellschafter der GSG.
