TANGE -
Bei einer Informationsveranstaltung erläuterte Norbert Pott den Ablauf und die Auswirkungen. 80 Besucher kamen.
TANGE/EB - Mit dem Hinweis auf agrarstrukturelle Defizite im Bereich Tange hatten sowohl die Gemeinde Apen als auch der Ortslandvolkverein Nordloh-Tange-Aperberg beim Amt für Landentwicklung der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Oldenburg die Einleitung eines Flurbereinigungsverfahrens beantragt. Aus diesem Anlass hat das Amt in Abstimmung mit diesen beiden Stellen eine Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Tange veranstaltet.Vor 80 Besuchern informierten Norbert Pott und Manfred Scheufen vom Oldenburger Amt über mögliche Maßnahmen, einzelbetriebliche Auswirkungen und den Ablauf einer Flurneuordnung. Neben dem Ausbau des Wirtschaftswegenetzes gehört unter anderem die Zusammenlegung von zersplittertem und unwirtschaftlich geformtem Grundbesitz zu funktionalen Wirtschaftseinheiten zu den zentralen Aufgaben eines Bodenordnungsverfahrens. Ziel ist die Senkung der Produktions- und Betriebskosten.
Besonderes Interesse fand die Finanzierung der Flurbereinigung. Die Vertreter des Amtes teilten mit, dass rund 70 Prozent der anfallenden Ausführungskosten, zum Beispiel für den Wegebau, von öffentlichen Zuwendungen des Landes, des Bundes und der Europäischen Union getragen werden. Lediglich 30 Prozent der Kosten müssten von den Grundeigentümern aufgebracht werden. Apens Bürgermeister Hans-Otto Ulken wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gemeinde die Hälfte des finanziellen Eigenanteils zur Unterstützung der Teilnehmergemeinschaft übernehme.
Am Ende der Veranstaltung wurde aus den Reihen der Anwesenden ein siebenköpfiger Arbeitskreis gebildet. Er soll zusammen mit dem Amt für Landentwicklung die Einleitung vorbereiten mit dem Ziel, dass das Landwirtschaftsministerium in Hannover das Verfahren Tange als „verbindliches Projekt“ anerkennt und eine Einleitungszusage für das Jahr 2008 erteilt.
