Berlin - Das Hochwasser hat weite Teile im Süden und Osten Deutschlands in Katastrophenregionen verwandelt: In Passau erreichte die Donau den höchsten Wasserstand seit mehr als 500 Jahren.
In vielen Städten Bayerns, Thüringens und Sachsens gilt Katastrophenalarm: Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen. In Passau wurde auch ein Gefängnis evakuiert. In der überschwemmten Altstadt sind Trinkwasser und Strom ausgefallen. Die Bewohner werden teilweise aus Tankwagen mit Wasser versorgt.
In reißenden Bächen und Flüssen starben bislang in Deutschland, Tschechien und Österreich etwa zehn Menschen. Weitere Personen werden noch vermisst.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums waren seit Sonnabend 4000 Kräfte des Bundes im Hilfseinsatz – darunter etwa 1760 Soldaten. Das Ausmaß der Hochwasserschäden in Deutschland lasse sich bisher noch nicht beziffern, erklärte Ernst Rauch vom Rückversicherer Munich Re.
Einen Lichtblick gibt es allerdings: Der Deutsche Wetterdienst rechnet damit, dass der Regen in den kommenden Tagen fast überall in Deutschland nachlässt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte den Betroffenen Hilfe in Aussicht: „Der Bund wird auch schauen, was wir helfen können, genauso wie die Länder“, sagte die Regierungschefin in Berlin.
