„Hinter jedem Türchen ein Mord“. Die Überschrift verknüpft – drei Tage vor Weihnachten – in geschmackloser Weise den Adventskalender, ein ursprünglich christlich geprägtes Brauchtum für Kinder in der Vorweihnachtszeit mit dem Mord, einem nach wie vor mit Höchststrafe geahndeten Tötungsdelikt.
Uns schaudert (vielleicht noch) angesichts der Brutalität der IS- oder NSU-Morde.
Aber: Siehe „Morden im Norden. Heiter bis tödlich“ und ähnliche Verharmlosungen in der wachsenden Flut der Krimi-Literatur: Mord scheint auch bei uns immer mehr als amüsanter, spannender Zeitvertreib von hohem Unterhaltungswert geschätzt zu werden – ein Teil unserer Leitkultur?
