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NWZonline.de Nachrichten Politik

Telekom – besser, aber noch nicht gut genug

28.02.2015

Tatata...! beim Konzern mit dem T läuft es besser. Endlich. Nach Jahren der Flaute hat die Deutsche Telekom ihren Gewinn 2014 verdreifacht auf fast drei Milliarden Euro. Ausschlaggebend ist das US-Geschäft. Jahrelang war es das Sorgenkind, scheiterte dessen Verkauf.

Notgedrungen investierte die Telekom in die Problemtochter. Sie stopfte das löchrige US-Mobilfunknetz, warb mit Billigtarifen aggressiv um die Kunden. Jetzt ist T-Mobile US der am schnellsten wachsende Mobilfunker in den Vereinigten Staaten. Ein paar Sondereffekte spielten beim Dreifachgewinn auch eine Rolle. So spülte der Verkauf des Immobilienportals Scout 24 der Telekom ordentlich Geld in die Kasse.

Die Eigentümer der Telekom, die Aktionäre, werden am Erfolg beteiligt. Über die Jahre galt dies, auch wenn es schlechter lief. Der Staat sitzt beim Bonner Konzern im Boot, wollte stets sein Scherflein.

Darüber hinaus galt es die über drei Börsengänge hinweg geschädigte Masse der T-Aktionäre, die seit mehr als einem Jahrzehnt den damaligen Versprechungen hinterherweinen, zu beruhigen. In den kommenden Jahren sollen sie in noch stärkerem Maße etwas abbekommen.

Bis 2015 soll die Dividende von mindestens 50 Cent jährlich um wenigstens zehn Prozent steigen. 2018 wäre dann eine Zahlung von mindestens 73 Cent pro Aktie erreicht, lehnt sich der neue Telekom-Chef Timotheus Höttges aus dem Fenster. Ganz neue, wohlklingende Töne sind das.

Bislang wollten die meisten Aktionäre lieber nichts mehr von ihren T-Aktien hören. Seit Oktober aber hat das Papier rund 50 Prozent zugelegt. Mit rund 16 Euro steht es auf einem Zehn-Jahres-Hoch. Zwar immer noch weit weg von den 63,50 Euro, die die Aktie beim dritten Börsengang kostete. Doch endlich geht es vorwärts, nicht mehr rückwärts.

Dies gilt auch für den Ausbau des Breitbandnetzes. Fast vier Milliarden Euro hat die Telekom 2014 darin investiert. Doch kein Grund sich auszuruhen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland nur im Mittelfeld.

In Ungarn, Polen, Rumänien wird im Schnitt schneller gesurft. Doch Schmalband-Internet, gar schwarze Breitband-Flecken sind eine Zukunftsbremse. Beim Ausbau über Glasfaserkabel hinkt Deutschland meilenweit hinterher. Auch darin investiert die Telekom, doch noch lieber pimpt sie ihr bestehendes Kupferkabelnetz auf. Das ist billiger.

Die Hälfte der DSL-Kunden hat einen Zugang mit weniger als sechs Mbit/s. Die Datenmengen aber steigen rasant. Die Gigabit-Gesellschaft ist längst ausgerufen. Deutschland hat sich bis 2018 ehrgeizige Ziele gesetzt. Im Moment scheinen sie kaum erreichbar. Der Konzern mit dem T muss den Turbo zünden.

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