Cloppenburg - Das Thema „Zwangsarbeitermorde in Mühlen am Ende des Zweiten Weltkriegs“ beschäftigt am Sonnabend, 21. November, den Geschichtsausschuss im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland bei dessen 18. Studientag in der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS). Es gehe generell um die wissenschaftliche Aufarbeitung von „gewaltsamen Übergriffen und Selbstjustiz in der frühen Nachkriegszeit“, sagte der Historiker PD Dr. Michael Hirschfeld jetzt bei der Vorstellung des Jahresprogramms. Die damaligen Übergriffe werden in einem überregionalen historischen Kontext betrachtet und behandelt. Zudem sollen mit Hilfe eines Fragenkatalogs an die Heimatvereine die Gewaltexzesse in der Region erfasst werden.
Die Zeit nach 1945 ist auch Thema beim Akademieabend am Mittwoch, 30. September, in der fortgesetzten Reihe „Vechtaer Hochschulköpfe“. Unter anderem stellt sich der Musikwissenschaftler Professor Felix Oberborbeck mit einem Lebensbild vor.
Einen Abendvortrag von Professor Dr. Joachim Kuropka gibt es am Mittwoch, 15. Juli, in der Universität Vechta. Geboten wird ein Erfahrungsbericht über sein Wirken als Hochschullehrer in Polen. Zudem stehen fünf historische Nachmittage auf dem Jahresprogramm des Geschichtsausschusses.
Um die gesamte Vielfältigkeit der Region zu zeigen, gibt es unter anderem Veranstaltungen in Vörden (Kreis Vechta) und Elisabethfehn (Kreis Cloppenburg). Schwerpunkt soll in diesem Jahr die agrarische Lebenswelt sein. Eine Form ist die Eschkultur, die Jürgen Göttke-Krogmann am Mittwoch, 15. April, auf seinem Hof in Kroge vorstellt. Eine weitere Form ist die Moorkultivierung. Diese wird am Mittwoch, 17. Juni, in der neuen Dauerausstellung im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn erläutert.
