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NWZonline.de Nachrichten Politik

Thierse und der Fleischer-Plan

26.03.2005

Der Altkanzler im Terminstress! Vor lauter Verpflichtungen ist Helmut Kohl bisher noch nicht dazu gekommen, sein Porträt für die Berliner Ehrenbürgergalerie im Abgeordnetenhaus feierlich zu enthüllen. Bereits vor 13 Jahren war dem damaligen Regierungschef wegen seiner Verdienste um die deutsche Einheit und um die Stadt Berlin der Titel des Ehrenbürgers verliehenen worden. Erst hatte Kohl jahrelang keine Zeit gefunden, dem Maler Lutz Friedel, ein Meisterschüler des Leipziger Künstlers Bernhard Heisig, Modell zu sitzen. Dann ließ er sich jede Menge Zeit mit der Enthüllung des Gemäldes. Schon wurde in der Hauptstadt gemunkelt, der Altkanzler habe kein Interesse an der Ehrung. Der Präsident des Abgeordnetenhauses und frühere Regierende Bürgermeister Walter Momper, mit dem Kohl seit dem Mauerfall eine herzliche Abneigung verbindet, wollte es genau wissen und ließ im Büro des Ehrenbürgers nachfragen. Es gebe keine grundsätzlichen Einwände, ließ der „schwarze

Riese“ wissen und sucht jetzt nach einer Lücke in seinem Kalender.

Dies dürfte auch weiterhin nicht ganz einfach sein, schließlich steht Kohl ein regelrechter Festtagsmarathon bevor. Der Kanzler a.D. feiert am 3. April seinen 75. Geburtstag, und nicht nur die Liste der Gratulanten, sondern auch die der Empfänge ist lang. Bei der CDU, der Konrad-Adenauer-Stiftung und in seiner Heimatstadt Ludwigshafen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Zu den Laudatoren gehören unter anderem: CDU-Chefin Angela Merkel, der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger, der frühere Präsident der EU-Kommission, Jacques Delors, der Präsident des Europäischen Rates Jean-Claude Juncker und der Schriftsteller Reiner Kunze.

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Nicht jeder Politiker hat schon als Kind davon geträumt hat, Politiker zu werden. Das kann man sich denken. Manchmal aber überrascht die Spannweite zwischen Kindheitstraum und realer Karriere doch sehr. So wollte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) früher unbedingt Fleischer werden. Heute vermutet er: „Vielleicht erklärt sich das schlicht daraus, dass ich in der Nachkriegszeit aufwuchs.“ Nie habe es genügend zu essen gegeben, sagt Thierse, er sei ein regelrechter Strich gewesen. „Ich wollte damals immer essen und dachte, als Fleischer wäre ich immer an der Quelle.“

In Bayern hat die gute alte Zeit grundsätzlich etwas mehr Bezug zur Gegenwart als in anderen Bundesländern. Deshalb überrascht es nicht wirklich, dass der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler aus München die D-Mark wiederhaben will. Sein aktuelles Argument für die Rückkehr in die Vergangenheit: die jüngst erfolgte Lockerung des EU-Stabilitätspaktes. Derzeit lässt er vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages prüfen, was er alles wird unternehmen müssen, damit der Euro aus Deutschland

verbannt wird. Allerdings gibt es auch in Bayern Menschen, die sich in der Gegenwart durchaus verhaftet fühlen. „Gauweiler soll endlich mit seinen populistischen Luftnummern aufhören“, stöhnte etwa Tobias Weiß, Chef der Jungen Union München.

Angela Gareis, Andreas Herholz

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