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Tierheim Katzenjammer zur Urlaubszeit: Ausgesetzt

Gabriel Jülke
SEDELSBERG - Sommerzeit ist Urlaubszeit, aber ein vierbeiniger Begleiter schränkt die Reisemöglichkeiten stark ein, was jedes Jahr Hundebesitzer zum Anlass nehmen, ihre „störenden“ Tiere irgendwo auszusetzen. Schäferhundmischling Galo ereilte ein derartiges Schicksal – an einen Fahnenmast gebunden wurde der Rüde gefunden (die

NWZ

  berichtete).

Wenig Hunde ausgesetzt

Ein Einzelfall? Bislang haben sich die Befürchtungen des Sedelsberger Tierheims, dass wieder vermehrt Hunde ausgesetzt werden könnten, zum Glück nicht bestätigt.

Schlimmer ist hingegen die anhaltende Katzenschwemme. Bereits Mitte Juni verhängte das Tierheim einen Aufnahmestopp für Katzen (die

NWZ

 berichtete), „aber wir können die kleinen Tiere ja nicht einfach auf der Straße sitzen lassen“, so Sigrid Kleen vom Tierheim betrübt. Viele Babys seien schon vermittelt worden, allerdings kämen fast täglich neue hinzu. Daher bewohnen immer noch gut 35 Katzenbabys das Tierheim und besetzen alle Räume und Quarantäneboxen. „Einige Babys in Quarantäne könnten eigentlich schon raus in die Zimmer, aber wir haben einfach keinen Platz mehr“, so Kleen.

Bald Katzenschwemme?

Das Problem: Die Katzendamen sind jetzt schon wieder rollig. Wenn sie nicht sterilisiert werden, rollt im Herbst schon wieder die nächste Katzenschwemme an, bevor die Frühjahrskatzen alle aus dem Haus sind. „Eine Sterilisierung kostet nur knapp 100 Euro“, so Kleen. „Das ist nichts, was man sich nicht leisten könnte und es ist sinnvoll und mittlerweile auch Pflicht.“ Wer seine Hauskatze nicht kastrieren oder sterilisieren lässt, dem drohen Bußgelder bis 5000 Euro.

Vor einem dreiviertel Jahr bereits fanden die Katzengeschwister Wera und Wilma unterernährt und ausgesetzt bei Wardenburg im Sedelsberger Tierheim Hilfe.

Während Wera inzwischen ein neues Zuhause hat, wartet ihre zehn Monate alte Leidensgenossin noch auf einen Tierfreund, der die verschmuste Katze bei sich aufnimmt.

NWZ

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