Hude - Nach dem Lastwagenunfall am Dienstag in Hude-Tweelbäke, bei dem 13 Schweine starben (NWZ  berichtete), hat die Tierrechtsorganisation „Peta“ Deutschland e. V. bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg Anzeige gegen die Verantwortlichen erstattet.

Der Vorwurf von „Peta“: Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung. Der Lastwagen mit mehr als 100 Schweinen war beim Abbiegen auf glatter Fahrbahn umgestürzt.

Für Tiere seien Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie litten unter Enge, Temperaturschwankungen, Hunger und Durst. Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern sei enorm. Immer wieder komme es zu tödlichen Unfällen.

„Peta“ fordere langfristig ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten, heißt es in der Pressemitteilung der Tierschützer.

„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben die Tiere qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindsamen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, erklärt Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie, bei „Peta“. Wittmann sagt: „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine pflanzliche Ernährung ist tierleidfrei.“