Washington - Nach der qualvollen Hinrichtung eines Häftlings in Oklahoma haben 21 Todeskandidaten gegen die Exekutionspraxis in dem US-Bundesstaat Klage eingereicht. Die Kläger machten am Mittwoch (Ortszeit) laut US-Nachrichtenmagazin „Time“ geltend, dass die Praxis der Hinrichtung nicht zuverlässig funktioniere und deshalb die Verfassung verletze, nach der eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung verboten sei.

Anlass ist der qualvolle Tod des Verurteilten Clayton Lockett Ende April in Oklahoma. Der 38-Jährige war erst nach 43 Minuten an den Folgen des Giftcocktails gestorben. Wegen eines Venenproblems hatten nicht alle Chemikalien die Blutbahn erreicht. Er erlag schließlich einem Herzinfarkt. Augenzeugen sprachen von grausigen Szenen. Der Fall hatte Millionen Amerikaner erschüttert und international Aufsehen erregt.