Artikel „Gerüchte brodeln um Brechanlage“ vom 2. März.

„Solange ich Wolfgang Hilgen heiße, wird hier keine Brechanlage entstehen.“

Wie hinlänglich bekannt, sind solche „deutlichen Worte“ heute wenig hilfreich im Bemühen, „für Klarheit zu sorgen“. Hilfreicher wäre vielmehr gewesen, seitens der Gemeinde Edewecht frühzeitig in einen Dialog mit den Anwohnern des geplanten Gewerbegebiets mit Ausweisung eines Bereichs erhöhter Immissionskontingente (...) zu treten, um die zu erwartenden Interessenskonflikte zwischen der Firma Hilgen und den benachbarten Bürgern auszuloten. Zeit genug dazu wäre gewesen, haben doch – ausweislich des „Schalltechnischen Gutachtens zum Bebauungsplan Nr. 195“ vom 10.01.2019 – „Telefonische Absprachen mit der Gemeinde Edewecht“ sowie ein „Besichtigungs- und Besprechungstermin mit Herrn Hilgen“ mit dem Gutachter bereits im April 2018 stattgefunden. Dass der Dialog mit den Bürgern nicht gesucht wurde, nährt nun den Verdacht auf Hinterzimmergespräche (...)

Durch eine transparente Kommunikation seitens der Gemeinde mit allen in der Sache Betroffenen wäre Herrn Hilgen (...) sicherlich die geklagte Enttäuschung erspart geblieben – ebenso wie den nun alarmierten Nachbarn des Betriebsgeländes (...).

Noch ein Wort zur Faktenlage: Fasst man die Aussagen der Gemeinde (...) zusammen, ergibt sich: Die Gemeinde hat 2018/19 ein (doch wohl durch Steuergelder finanziertes?) Schalltechnisches Gutachten erstellen lassen, um festzustellen ob „in ferner Zukunft“ in dem Gewerbegebiet eine Steinbrechanlage betrieben werden könnte, die für das Unternehmen nicht rentabel sein wird. Kaum zu glauben, dass sich dies mit den Plänen eines erfolgreichen Unternehmers deckt!

Ulrike Kohlmeyer Friedrichsfehn