Kirchhatten - Kirchhatten trauert um Bernhard Müller. Der Ehrenvorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Kirchhatten ist am Donnerstag nach schwerer Krankheit, aber doch unerwartet, im Alter von 73 Jahren gestorben.

Müller hat als Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins für 32 Jahre die Geschicke des Vereins geleitet und die Entwicklung des Ortes mitbestimmt. Als er das Amt im Jahr 2010 an seinen Nachfolger Andreas Richter übergab, wählte ihn der Verein zum Ehrenvorsitzenden.

Die „Woche des Dorfes“, die über viele Jahre die Menschen im Ort zusammengebracht hat, lag Müller ebenso am Herzen wie die Förderung des Tourismus in Kirchhatten.

Gemeinsam mit seiner Frau Irma hat er viele Jahre als Gästeführer gewirkt und Menschen von Nah und Fern die Schönheiten des Ortes und seiner Umgebung gezeigt.

Keiner habe so viele „Hatter Diplome“ abgenommen wie Bernd Müller, sagte Bürgermeisterin Elke Szepanski. Die Verwaltung sei tief betroffen von Müllers Tod, der, so Szepanski, „ein ganz feiner Mensch“ war.

Um den Erhalt der Plattdeutschen Sprache sorgte sich Müller ebenso wie um die Geschichte des Ortes Kirchhatten. Zahlreiche Aktenordner umfasste sein persönliches Archiv, in dem er die Entwicklung des Dorfes in den vergangenen Jahrzehnten dokumentierte.

„Was er alles für den Ort getan hat, kann man gar nicht aufzählen“, sagt Erhard Rabe, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins. „Man kann seiner Leistung eigentlich gar nicht gerecht werden. Wir konnten ihn immer um Rat fragen, er hatte immer gute Vorschläge.“