Wildeshausen - Die Berichte der Flüchtlinge über Krieg und Zerstörung kennen viele Schüler nur aus den Medien. Die 11. Klassen des Beruflichen Gymnasiums Wildeshausen hingegen haben die Flüchtlinge in in der eigenen Stadt und den umliegenden Gemeinden jetzt persönlich getroffen, berichtete Christoph Pauli vom Veranstaltungsteam.
Die Gespräche fanden im Rahmen eines Studientags vom Fachteam Religion sowie Werte und Normen im Waltberthaus statt. In einem Vortrag von Franz-Josef Franke vom Diakonischen Werk wurden sie zunächst über Migration und Kulturschock aufgeklärt. Die Differenzen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen könne man nur überbrücken, wenn man sich begegne, erläuterte er.
In Kleingruppen erfuhren die Schüler anschließend von den Problemen und Hoffnungen der Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, Eritrea und dem Sudan. Diese Berichte setzten sie in einer szenischen Lesung um. Thema: die Geschehnisse auf Lampedusa.
Dabei half ihnen Umberto Ricco von der Arbeitsgruppe „Unser Herz schlägt auf Lampedusa“ aus Hannover. Er veranstaltet solche Lesungen regelmäßig und hat sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz gegenüber Flüchtlingen zu erhöhen. In Wildeshausen ist ihm das gelungen.
