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NWZonline.de Nachrichten Politik

Ukraine kauft von USA Atombrennstoffe

02.01.2015

Kiew Trotz mehrfacher Warnungen aus Russland kauft die Ukraine künftig Brennstoff für Atomreaktoren in den USA. Als erstes werde das Kernkraftwerk Süd-Ukraine rund 350 Kilometer südlich von Kiew mit Material des US-Konzerns Westinghouse bestückt, teilte der staatliche Atomkraftwerksbetreiber Energoatom am Mittwoch mit. Die beiden Unternehmen hatten am Dienstag einen Vertrag unterzeichnet, der Lieferungen bis 2020 vorsieht.

Das russische Außenministerium warnte vor einem „gefährlichen Experiment“. Bislang beliefert Russland ukrainische Kraftwerke mit Brennstoff. Speziell die Produkte von Westinghouse würden Risiken bei der Verwendung in sowjetischen Reaktoren vom Typ WWER-1000 bergen. „Die Folgen möglicher Unfälle und Zwischenfälle und die Verantwortung dafür tragen die ukrainische Führung und der amerikanische Brennstofflieferant“, betonte das Ministerium in Moskau.

Energoatom erklärte indes, das Material von Westinghouse entspreche den Normen und Sicherheitsstandards. „Eine gleichzeitige Nutzung von Atombrennstoff von zwei unterschiedlichen Herstellern in einem Reaktor ist allgemeine, weltweite Praxis“, argumentierte der Konzern. Die Ukrainer verwiesen auf das Kernkraftwerk Temelin in Tschechien, wo ebenfalls Brennstoff von Westinghouse in einem WWER-1000-Reaktor verwendet wurde.

Die russische Staatsagentur Tass berichtete indes von Problemen mit diesem Reaktortyp in Tschechien. Sie berief sich dabei auf einen Sprecher der Firma Alta, die in Tschechien Atombrennstoff aus Russland vertreibt.

Durch die Zusammenarbeit mit Westinghouse will die prowestliche Führung in Kiew ihr Abhängigkeit von Russland im Energiebereich verringern. Ende November war es zu einer Panne im größten AKW der Ukraine in Saporoschje gekommen. Dies hatte im Westen Erinnerungen an die Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 ausgelöst.

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