Das Regierungslager vermutet Hintergedanken. Der NDR habe den Termin der Umfrage kurz nach der NRW-Wahl nicht zufällig gewählt.
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OLDENBURG - Der Chef der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag in Hannover, Björn Thümler (Berne), erhebt schwere Vorwürfe gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Die Niederlage der CDU in Nordrhein-Westfalen habe die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap in Niedersachsen nur einen Tag nach der Wahl verzerrt, sagte Thümler bei einem
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-Redaktionsbesuch.
Bei dieser Umfrage rutschte die CDU in der Sonntagsfrage von 36 auf 32 Prozent. Die SPD kam auf 36 Prozent (plus 4). Dass es sich bei der Wahl des Umfragetermins um einen Zufall handele, „kann man glauben oder nicht. Er könne sich „vorstellen, dass der NDR ein Interesse daran hat, dass es zu einem Regierungswechsel kommt“.
Thümler verwies auf Zahlen des Instituts GMS aus Hamburg zwei Wochen vor der NRW-Wahl. Dort kommt die CDU auf 37 Prozent, die SPD auf 33.
Der NDR weist die Kritik zurück. Ziel der Umfrage sei gewesen, die Stimmung in Niedersachsen nach der Landtagswahl in NRW zu messen, sagte der Leiter der Landespolitik beim NDR Fernsehen in Hannover, Thorsten Hapke, der
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. Wie das Ergebnis ausfallen würde, habe sich zum Zeitpunkt der Festlegung des Umfragetermins nicht abgezeichnet.