Am 19. März wurden im Elmendorfer Holz am Waldeingang Hosüne sieben deutlich über 100 Jahre alte gesunde Douglasien und viele weitere Bäume durch die Niedersächsischen Landesforsten gefällt und damit der erste Schritt der geplanten forstwirtschaftlichen Maßnahmen umgesetzt. Die Bäume mussten der vermeintlich notwendigen Wegeverbreiterung weichen. Der Erholungswert des kleinen Waldes für die ansässige Bevölkerung und für Touristen ist (...) maßgeblich verringert und wird weiter sinken.
Die Menschen vor Ort haben dagegen vielfältig protestiert. Die Beeinträchtigung des nur 28 ha großen Waldgebiets durch Wegeverbreiterung, Anlage von Rückeschneisen und die umfangreiche Baumentnahme steht in keinem Verhältnis zum vermeintlich ökologischen und nachvollziehbar ökonomischen Nutzen. Sicherlich sind die Maßnahmen rechtlich und nach Waldbaubewirtschaftungsgrundsätzen formal korrekt, moralisch ethisch sind sie das nicht. Als öffentliches Unternehmen haben die Niedersächsischen Landesforsten auch eine gesellschaftliche Verantwortung, der sie gerecht werden müssen.
Ein gewisses Maß an Flexibilität bei diesem sehr kleinen Wald hätte ihrem Ansehen in der Bevölkerung, das durch Maßnahmen in anderen Wäldern stark beschädigt ist, wie auf der Informationsveranstaltung in der Dreiberger Kirche deutlich wurde, sehr gut getan. Stattdessen wurden als Ergebnis des „runden Tisches“ die Wegebaumaßnahmen vom Kirchweg an den Waldeingang Hosüne verlegt und damit Unfrieden zwischen den Menschen in unserer Ortschaft geschaffen.
