Schwei/Seefeld - „Unsere Arbeit ist nicht genügend honoriert worden.“ Diese bittere Bilanz zieht Gunnar Meier, der Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung Schwei, nachdem das Amt für Landentwicklung in Oldenburg mitgeteilt hat, dass es zunächst kein Geld für die Projekte zur Verfügung stellen wird.
Viel Zeit investiert
„Ich habe Hunderte von Stunden investiert, und das Ergebnis ist gleich null“, sagte Meier derNWZ . Als zielorientierter Mensch könne er das nicht mitmachen. Deshalb will er, wie berichtet, schnellstmöglich eine Sitzung des Arbeitskreises einberufen und seinen Rücktritt anbieten.
Dass Schwei ab Herbst 2014 in der neuen EU-Förderperiode doch noch Geld für die Dorf-Erneuerungsprojekte bekommt, hält der Inhaber einer großen Bäckerei für höchst unwahrscheinlich. Er bezieht sich auf Aussagen des CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler, der ihn schon 2012 vor drastischen Kürzungen der Mittel gewarnt hatte.
Angesichts dieser Entwicklung seien Rat und Gemeindeverwaltung zu langsam mit der Vorlage der Anträge in Oldenburg gewesen. „Bis jetzt liegt kein einziger Antrag aus Schwei im Amt für Landentwicklung vor“, kritisiert Meier. Zwar wäre ein solcher Antrag keine Garantie für die Bewilligung der Mittel gewesen, aber doch eine Anerkennung des ehrenamtlichen Wirkens im Arbeitskreis durch Rat und Verwaltung.
Auch Klaus Musiol, der Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung Seefeld, befürchtet, dass für längere Zeit keine Zuschüsse fließen werden. Dennoch will er die Flinte nicht ins Korn werfen, wie er der NWZ sagte.
„Schwerpunkt der Dorferneuerung ist die Verkehrsberuhigung der Durchfahrt“, erläuterte Musiol. Hier fahren 40-Tonner durch – wegen der langen Strecke oft schneller als Tempo 50 – und bedrohen die Stabilität der Häuser.
Baumtore in Seefeld
Deshalb sollen an den Ortseingängen Baumtore geschaffen und am Ortsausgang nach Stollhamm Verkehrsbuchten angelegt werden. Beides müsse auch ohne Fördermittel möglich sein. Gewünscht sind auch eine Verkehrsinsel am Klöterbusch und ein Fitnesspfad zwischen Pastoreigarten und Grundschule, der aber nicht ohne Zuschüsse zu bauen sei.
