Upjever - Gerade erst wurde das in Upjever beheimatete Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ von seinem Einsatzauftrag in Mali entbunden – nun folgt schon der nächste Einsatz: Mitte Juni werden 19 Soldaten aus der 2. Staffel des Objektschutzregiments nach Niamey verlegt. Sie übernehmen auf dem Gebiet des internationalen Flughafens Niamey, der Hauptstadt des Niger, die Bewachung des deutschen Lufttransportstützpunkts. Der Einsatz läuft zunächst bis September.

Bereits am Mittwoch wurden die 19 Soldaten verabschiedet – durch den stellvertretenden Kommandeur des I. Bataillons, Oberstleutnant Christoph Mangold, und SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (Varel). Mangold hob hervor, dass die Soldaten für die Anforderungen und Aufgaben im Einsatz bestens vorbereitet sind, da sie bereits im Hinblick auf einen eventuellen Einsatz in Mali ausgebildet und trainiert wurden. Er appellierte an sie: „Unterstützen Sie sich gegenseitig, stellen Sie persönliche Befindlichkeiten zurück, bilden Sie eine starke Einheit und passen Sie aufeinander auf.“ Den Angehörigen wünschte er für diese Zeit viel Kraft.

Siemtje Möller wies darauf hin, dass viele Regionen dieser Welt ohne Unterstützung aus dem Ausland im Chaos versinken würden. „Kommen Sie gesund an Leib und Seele zurück in die Heimat und zu den Menschen, die auf Sie warten“, betonte der ev. Militärpfarrer Bernhard Jacobi abschließend. Er verabschiedete gemeinsam mit dem katholischen Militärpfarrer Gerhard Schehr das Kontingent und übergab dabei jedem Soldaten einen Schutzengel.

Auf dem deutschen Lufttransportstützpunkt Niamey sind ca. 50 deutsche Soldaten und zwei deutsche Transall-Transportflugzeuge stationiert. Eine der Maschinen ist für die Evakuierung verletzter, erkrankter oder verwundeter Soldaten – und zwar aller alliierter Streitkräfte – aus dem gesamten Gebiet Westafrikas vorgesehen. Das zweite Flugzeug steht als Ersatzmaschine zur Verfügung und wird zusätzlich zum Transport von Personal und Material im Rahmen des UN-Einsatzes „Minusma“ eingesetzt.