UPJEVER - Navigationssysteme, Nachtsichtgeräte, Schusswaffen, Tarnuniform und Schutzkleidung – die Ausrüstung für den „Infanteristen der Zukunft“ ist schwer und teuer. Bis zu 17 Kilogramm bringen allein schuss- und stichsichere Platten aus High-Tech-Materialien auf die Waage. Die Ausrüstung für einen ganzen Zug mit 41 Mann kostet etwa 750 000 Euro.

Für den Wehrbeauftragten des Bundestags, Reinhold Robbe aus Bunde, stehen bei der Ausstattung aber nicht die Kosten, sondern die Funktion im Mittelpunkt. „Die Ausrüstung dient nicht nur dazu, Feinde aufzuspüren und zu bekämpfen, sondern vor allem dem Schutz unserer Soldaten“, sagte Robbe am Montag bei einem Besuch des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ auf dem Fliegerhorst Upjever. Als Wehrbeauftragter ist Robbe für die parlamentarische Kontrolle der Streitkräfte zuständig – und sieht sich auch als Anwalt für die Interessen der „Staatsbürger in Uniform“.

„Die Bundeswehr ist zur Einsatzarmee geworden“, betonte Robbe und ließ sich diese Entwicklung von den Objektschützern bestätigen. Von den knapp 2000 Angehörigen des 2006 gegründeten Regiments seien mehr als 1200 bereits im Auslandseinsatz gewesen, berichtete Oberst der Reserve Joachim Lenz, der zurzeit den Regimentskommandeur Oberst Karl-Heinz Kubiak vertritt. Das Wichtigste: Die Einheit habe keine Opfer zu beklagen. Zentrale Voraussetzung dafür seien neben einem Quäntchen Glück eine gute Ausbildung und Ausstattung.

Robbe zeigte sich beeindruckt davon, was Soldaten überall auf der Welt leisten. Die vielen Aufgaben zeigten aber auch, wie belastet die Soldaten sind.

Interview auf Politik, s.2