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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mike Pence und Kamala Harris: US-Wahl 2020 – Sie wollen Vize-Präsident/in werden

30.10.2020

Washington Bei der Wahl zum Präsidenten der USA treten auch die Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten bzw. der Vizepräsidentin an. Aufgrund des hohen Alters von Donald Trump und Joe Biden könnte die Rolle der beiden Kandidierenden im Laufe der nächsten Jahre wichtiger werden als im Normalfall:

Mike Pence: Vizepräsident im Schatten von Donald Trump

Donald Trump wählte Mike Pence im Juli 2016 als seinen Vize-Kandidaten aus, entgegen aller Erwartungen zogen beide im Januar 2017 ins Weiße Haus ein. Während Trump damals ein Polit-Neuling war, hatte Pence bereits jede Menge Erfahrung: Sechs Mal wurde er von den Wählern in seinem Heimat-Bundesstaat Indiana ins Repräsentantenhaus in Washington gewählt, wo er von 2001 bis 2013 saß. Danach wurde er Gouverneur Indianas. Pence unterscheidet sich auch im Auftreten von Trump: Der US-Präsident kann aufbrausend und launisch sein, sein Stellvertreter wirkt dagegen stets gefasst.

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Vor allem ist der 61-jährige Vize mit dem Silberhaar absolut loyal. Wenn er in Anwesenheit Trumps spricht, leitet er seine Sätze häufig mit den Worten „Dank ihrer Führung, Herr Präsident...“ ein. Besonders ins Rampenlicht geriet Pence in der Pandemie, als Trump ihm die Leitung der Coronavirus-Task-Force im Weißen Haus zuwies. Deren Arbeit wurde allerdings von Trump selber unterlaufen - der Präsident hat die Gefahr durch das Virus immer wieder kleingeredet.

Der Republikaner Pence ist Jurist, das ist eine der wenigen Dinge, die er mit seiner Kontrahentin auf der demokratischen Seite – Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris – gemein hat. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Indiana arbeitete Pence als Anwalt, er moderierte außerdem eine eigene Radioshow. Mit seiner Ehefrau Karen Pence ist er seit 35 Jahren verheiratet, beide sind streng religiös. Das Ehepaar hat drei Kinder.

Zur wichtigen Wählergruppe der evangelikalen Christen ist Pence eine entscheidende Brücke. Pence sagte einst über sich selber, er sei „Christ, Konservativer und Republikaner – und das in dieser Reihenfolge“. Das Weiße Haus beschreibt seinen Glauben als „die treibende Kraft in seinem Leben“. Aus diesem Glauben leitet sich für Pence fast alles ab: Er ist ein erbitterter Abtreibungsgegner. In die Kritik geriet er auch mit seiner Haltung zur Homosexualität. Ein Aktivistenverband verlieh Pence den Titel „Schwulenfeind 2016“.

Kandidat gegen Kandidatin: die TV-Debatte zwischen Kamala Harris und Mike Pence:

Kamala Harris: Präsidentin in spe?

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden traf eine historische Wahl, als er sich im Sommer für Kamala Harris als seine Vizekandidatin entschied. Der 77-Jährige ebnete damit den Weg dafür, dass es in den USA in nicht allzu ferner Zukunft womöglich eine schwarze Präsidentin geben könnte.

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Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland, Kalifornien, geboren, wo sie in einer afroamerikanischen Community aufwuchs. Ihre Mutter – Krebsforscherin und Bürgerrechtlerin – hatte Wurzeln in Indien, ihr Vater in Jamaika. Harris sagt immer wieder, ihre Mutter habe den größten Einfluss auf ihr Leben gehabt.

2010 wurde die Juristin in Kalifornien als erste Frau und erste Schwarze zur Justizministerin gewählt. In den US-Senat zog sie 2017 als zweite Afroamerikanerin überhaupt ein. Anfang 2019 gab sie ihre Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bekannt. In den Vorwahlen – aus denen Biden als Sieger hervorging – scheiterte sie aber relativ früh.

Der 56-Jährigen wird häufig vorgeworfen, dass sie sich ideologisch nicht verorten lässt. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur versuchten ihre Gegner, ihre Law-and-Order-Vergangenheit (Recht und Ordnung) gegen sie zu verwenden. Einige ihrer früheren Entscheidungen wurden von Kritikern nicht im Einklang mit ihrem Versprechen nach Reformen eines „kaputten“ Strafjustizsystems gesehen.

Harris wird zugetraut, besonders gut afroamerikanische Wähler mobilisieren zu können – eine wichtige Wählergruppe der Demokraten. Sie ist moderat, gesetzt, ihre Auftritte sind durchchoreographiert. Im Senat hat sie bewiesen, hartnäckig Fragen stellen und Probleme lösen zu können.

Beim TV-Duell zeigte sie ihrem Kontrahenten bei der US-Wahl, Vizepräsident Mike Pence, klare Grenzen auf, als dieser sie unterbrach. Damit traf sie einen Nerv bei vielen Frauen. Auch Biden ist voll des Lobes für seine einstige Konkurrentin und jetzige Mitstreiterin: Er bezeichnet sie als „furchtlose Kämpferin“.

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