Stapelfeld - Anlässlich der nach Angaben der Veranstalter bundesweit einzigartigen Tagung „Und immer wieder Utopia“, zu der die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) vom 7. bis 9. Oktober eingeladen hatte, stellte die Tagungsleitung vorab einige Grundgedanken des Projektes vor. Vorbereitet hatte die Zusammenkunft die Deutsche Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens (DGEPD).

Der Einladung zur Auseinandersetzung mit der 1516 erschienenen Schrift „Utopia“ des englischen Staatsmannes und Humanisten Thomas Morus waren in deren Jubiläumsjahr hochrangige Wissenschaftler gefolgt. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Bedeutung utopischen Denkens ganz grundsätzlich für die Moderne und Gegenwart. Das gilt besonders bei einem Blick auf unsere Gesellschaft mit ihren unterschiedlichen Problembereichen und wechselnden Herausforderungen.

In diesem Zusammenhang beleuchteten die Teilnehmer im Hinblick auf die Utopie Aspekte, wie Ideologie, Totalitarismus, Rassismus oder Gewalt und Religion. Eingang in die Bewertung fanden aber auch die Kategorien Märchen und Fantasy.

Neben Wissenschaftlern und Forschern nutzten auch Vertreter anderer Gruppen, etwa von Schulen oder aus der Politik beziehungsweise Ehrenamtler die Gelegenheit zum Austausch. Sie diskutierten darüber, wie der Text von Thomas Morus aktuell eine Berechtigung erhält.