Varel - 85 mal 30 Zentimeter misst der Stimmzettel zur Europawahl. Eine stattliche Größe, die beim Kreuzchen setzen in der engen Wahlkabine einiges an Akrobatik erfordert. Eine Stimme darf jeder Wähler an diesem Sonntag, 26. Mai, abgeben, um die Abgeordneten des Europäischen Parlamentes in Brüssel über eine Liste zu wählen. Danach ist eine Menge Faltkunst gefragt, um den Zettel in den normalen DIN-A-5-Umschlag zu stecken und dann in die Urne zu schmeißen.

40 Parteien stehen auf dem Stimmzettel. Jede führt diejenigen Politiker auf, die sich auf den ersten zehn Listenplätzen zur Wahl stellen. Unter anderem besetzt auf der Liste der CDU für das Land Niedersachsen Christel Bartelmei, Diplom-Kauffrau aus Bockhorn, Platz zehn.

Bei der Europawahl treten viele kleine Parteien und Bündnisse an. Der Grund: Es gibt nicht wie in Deutschland eine Fünf-Prozent-Hürde. Mindestens ein Sitz ist vielen Parteien damit sicher.

Viele Wahlberechtigte in Varel haben unterdessen ihre Stimme bereits abgegeben. Bis zum Dienstag waren es nach Auskunft von Gerriet Ostendorf von der Stadtverwaltung 2033 und damit fast so viele wie bei der Landtagswahl 2017 (2354). Bei der letzten Europawahl 2014 nutzten 1793 Wähler die Möglichkeit der Briefwahl.

Noch bis zum 24. Mai besteht darüber hinaus das Angebot der „Briefwahl vor Ort“. Dass heißt, die Stimmabgabe und die Erledigung der sonstigen Formalitäten für die Briefwahl können in dem eigens eingerichteten „Briefwahlbereich“ des Einwohnermeldeamtes im Vareler Rathaus an der Windallee, Zimmer 121, abgewickelt werden. Mitbringen müssen die Briefwähler ihre Wahlbenachrichtigungskarte, die per Post zugesandt wurde, und den Personalausweis.

Olaf Ulbrich
Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.)