VAREL/HANNOVER - VAREL/HANNOVER - Zum Besuch von Christian Wulff in Dangast hatte die Interessengemeinschaft Oldenburger Straße dem Ministerpräsidenten eine Petition wegen des zunehmenden Schwerlastverkehrs überreicht (die NWZ berichtete). Die Interessengemeinschaft hatte darin die stark eingeschränkte Lebens- und Wohnqualität der Anwohner angesprochen und einige Lösungsvorschläge gemacht. Bis heute hat die Interessengemeinschaft indes noch keine Antwort oder einen Eingangsvermerk aus Hannover erhalten.

Jetzt hat Sprecher Andreas Krause-Fischer Wulff an die Petition erinnert und um Unterstützung gebeten. Ein Anruf der NWZ bei Wulffs Sprecher Matthias Sickert ergab gestern folgenden Stand: „Das Antwortschreiben ist auf dem Weg. Es wird diese Woche herausgehen. Der Ministerpräsident muss es nur noch abzeichnen.“

Der Interessengemeinschaft geht es um eine Reduzierung des Schwerlastverkehrs, der „seit der Eröffnung des Wesertunnels und der Einführung der Lkw-Maut drastisch zugenommen hat”, heißt es in der Petition (die NWZ berichtete). Die Unterzeichner um Andreas Krause-Fischer und Dr. Rainer du Mesnil de Rochement nennen fünf Maßnahmen, die geeignet seien, den Verkehr einzudämmen: Verlegung des Toll-Collect-Automaten von der Esso-Tankstelle; Beschränkung des zulässigen Höchstgewichts auf der Oldenburger Straße auf 7,5 Tonnen; Bau eines Kreisverkehrs am Kaffeehaus; Aufhebung der Gewichtsbeschränkung für Schwerlastwagen auf den Landesstraßen in der Wesermarsch (L 862 und L 820); Aufnahme der Bundes- und Landesstraßen Oldenburg-Varel und Westerstede-Varel in den Plan der Mautumgehungsstraßen.

Als Fernziel bedürfe es schließlich der Küstenautobahn A 22. Zuvor müssten jedoch mindestens die ersten beiden Forderungen umgesetzt werden, heißt es in der Petition.

Wulff hatte am 24. August die Einweihung der Grenzer-Skulptur „Friesendom“ in Dangast vorgenommen und anschließend an der offiziellen (und verspäteten) Feierstunde zum 200-jährigen Bestehen des Nordseebads Dangast teilgenommen.