VAREL/NORDENHAM/BERLIN - Norbert Hartfil
und unseren Agenturen
VAREL/NORDENHAM/BERLIN - Mehrere tausend Mitarbeiter des Flugzeugherstellers Airbus wollen an diesem Freitag bundesweit gegen Sparpläne und die Umorganisation des Unternehmens protestieren. Die IG Metall hat zu zentralen Kundgebungen an den Airbus-Standorten in Varel (Friesland), Bremen, Hamburg und Laupheim (Baden-Württemberg) aufgerufen. In Varel, wo allein 6000 Teilnehmer erwartet werden, spricht u. a. Ministerpräsident Christian Wulff zu den Demonstranten. Die Belegschaften geben sich kämpferisch.Flugzeughersteller Airbus bemüht sich um Bodenhaftung. „Alles, was man zurzeit hört an Zahlen über angebliche Stellenabbaupläne, ist spekulativ“, sagte Michael Hauger, Sprecher der Konzernmutter EADS, gestern im Gespräch mit der NWZ . „Es gibt bislang keine Entscheidungen.“
In einem Brief an die Mitarbeiter warnte Airbus-Deutschland-Chef Gerhard Puttfarcken vorsorglich: „Ein Arbeitskampf wäre so ziemlich das Letzte, was Airbus gebrauchen kann.“ Die aktuellen Herausforderungen seien sehr groß. „Aber sie sind zu bewältigen“, so Puttfarcken. Voraussetzung sei, dass alle zusammenarbeiteten. Er rief Mitarbeiter, Betriebsräte und Gewerkschaften zur Kooperation auf. „Wir haben ein klares Angebot zum Dialog. Gemeinsamkeit hat uns schon durch viele Krisen geführt.“
Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat ein Mitspracherecht der Bundesregierung bei der Airbus-Sanierung gefordert. Er werde sich bei der Sanierung mit Nachdruck für die Interessen der deutschen Standorte einsetzen.
Kommentar, S.4
