VAREL - Der Verein wurde 1988 gegründet. Seit einigen Jahren gibt es auch eine Ortsgruppe für den Raum Varel.

Von Christoph Koopmeiners

VAREL - Einen unbeschwerten Tag erleben – das war das Ziel des Sommerfestes des Elternvereins für krebskranke Kinder und ihren Familien in Ostfriesland und Umgebung am Sonntagnachmittag auf dem Gelände der „Weberei“ in Varel. 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene trafen sich bei herrlichem Sonnenschein, um miteinander zu reden, zu essen und zu spielen. Organisiert hatte das Fest die Ortsgruppe Varel, dessen Ansprechpartner Heiko Säfken ist.

Das Engagement des Vereins war auch dem Kaninchenzuchtverein Varel zu Ohren gekommen. Deshalb bedachte er den Elternverein mit dem Erlös eines Flohmarktes. Der stellvertretende Vorsitzende, Jürgen Backhaus, überreichte einen Scheck in Höhe von 222 Euro an den Vorsitzenden des Elternvereins für krebskranke Kinder, Dieter Seemann aus Moormerland, und an Heiko Säfken aus Varel. Der Elternverein finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

„Zurzeit gehören 110 Familien dem Elternverein an“, erzählt Seemann. Aus dem Raum Varel/Friesische Wehde kommen 26 Familien. „In diesem Jahr haben wir 19 neue Familien kennen gelernt“, sagt Seemann. „Wir kennen praktisch jede Familie, die betroffen ist.“ Der Elternverein bietet individuelle Hilfe an, sei es bei der psychologischen Betreuung oder bei finanziellen Problemen, beim Beantragen von Reha-Maßnahmen oder beim Pflegegeld. Finanzielle Probleme gebe es oft, zum Beispiel aufgrund von doppelter Haushaltsführung in dem Falle, wenn ein Elternteil für längere Zeit am Kli-

nikort des Kindes wohnt.

Alle zwei Monate treffen sich die einzelnen Ortsgruppen, die es neben Varel noch in Aurich, Leer, Emden und Wilhelshaven gibt, zu Gesprächen. Es gibt auch zwei Gruppen von verwaisten Eltern. Seemann: „Die Eltern sollen wissen, dass es einen Verein gibt, der für sie da ist, sei es bei finanziellen Problemen oder auch nach dem Tod ihres Kindes.“ Einmal im Jahr bietet der Verein ein Familienseminar auf Langeoog an, dieses Jahr war es das zwölfte. Mittlerweile haben 700 Personen daran teilgenommen. „Das intensive Miteinander über einige Tage bringt viel“, erzählt Seemann. Eine professionelle psychologische Betreuung sei stets dabei. Seemann: „Alles ehrenamtlich“.

www.ev-krebskranke-kinder.de