Brunsbüttel/Kiel - Der Energiekonzern Vattenfall hat ein Verfahren zum Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel in Schleswig-Holstein auf den Weg gebracht. Der Antrag auf Stilllegung und Abbau des Meilers sei beim Kieler Energiewende- und Umweltministerium eingereicht worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit.
Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) begrüßte den Schritt: „Für Schleswig-Holstein ist dieser Antrag ein sehr wichtiges Signal, dass eines der ältesten Atomkraftwerke Deutschlands nicht nur abgeschaltet bleibt, sondern abgebaut werden wird.“
Aufgrund einer Pannenserie ist Brunsbüttel wie der Reaktor in Krümmel seit fünf Jahren vom Netz. Beide gehören zu den acht Kraftwerken in Deutschland, die nach der Katastrophe von Fukushima endgültig abgeschaltet wurden, aber noch keine Stilllegungsgenehmigung haben.
Das Verfahren für Brunsbüttel könnte bis zu vier Jahre dauern; für einen dann folgenden Abriss veranschlagt der Betreiber 10 bis 15 Jahre.
