wilhelmshaven
Zur Vorstandssitzung hatte gestern der Landesverband Nord des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV) in das Gorch-Fock-Haus eingeladen. Im Mittelpunkt des Interesses stand die „Transformation der Bundeswehr“. Kapitänleutnant Ernst Reiner Linden, Marinevertreter im Bundesvorstand und Bezirksvorsitzender Jade-Weser im DBwV, konnte Vertreter aus der Politik und zahlreiche Vorstandsmitglieder begüßen. Grußworte von Bürgermeisterin Ursula Aljets, Dr. Uwe Biester, Mitglied des Landtages, und Landrat Sven Ambrosy betonten die wichtige Rolle der Bundeswehr für die Region sowie die Notwendigkeit des Miteinander bei anstehenden Veränderungen.Oberstleutnant a.D. Günther Husemann, Landesvorsitzender Nord des DBwV, informierte über die anstehenden Reformen bei der Bundeswehr. Zunehmend würden Auslandseinsätze zu einer Selbstverständlichkeit, die Landesverteidigung im klassischen Sinne trete mehr und mehr in den Hintergrund. Eingebunden in Nato- und UN-Einsätze werde die Belastung für die Soldaten und ihre Angehörigen größer. Die neuen Gesetze wie zum Beispiel das „Einsatzversorgungsgesetz“ tragen diesen Veränderungen Rechnung, so Husemann. Auch die geplante Verringerung der Einsatzdauer der Soldaten auf vier Monate sei der richtige Weg. Unverständnis herrsche aber über die Einsparpläne bezüglich der Altersversorgung. Nachwuchsgewinnung könne auch zukünftig nur mit einem attraktiven Gesamtangebot gelingen. Busemann betonte abschließend die Bedeutung der Wehrpflicht auch für eine moderne Bundeswehr.
