Ganderkesee - In seinem Bemühen, den an einem Hirntumor erkrankten fünfjährigen Lucas und dessen Mutter zu unterstützen, erhält der Ganderkeseer Gemeindeelternrat seinerseits Unterstützung. „Wir stehen da zur Verfügung“, sagte Gerd von Seggern, Sprecher des gemeinnützigen Vereins „Ganterhilfe“.

Wie berichtet, hatte der Gemeindeelternratsvorsitzende Timo Spille zusammen mit der Falkenburgerin Sandra Wiegand über das soziale Netzwerk Facebook eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Ein Ziel ist es, Lucas eine erfolgversprechende Therapie in den USA zu ermöglichen.

Als er von der Spendenaktion erfuhr, suchte von Seggern das Gespräch mit Spille, um zu sehen, ob und wenn ja wie hier auch die Ganterhilfe unterstützen könne. Menschen mit einer besonderen Hilfsbedürftigkeit unter die Arme zu greifen, das sei das originäre Ziel des gemeinnützigen Vereins. „Wir sind klein, aber dafür flexibel.“ Ganterhilfe verfüge über eigene Mittel, die bei Bedarf abgerufen werden könnten. Auch habe der Verein Kontakt zu Spendern, die kurzfristig helfen könnten. Darüber hinaus habe er immaterielle Unterstützung angeboten, ergänzte von Seggern.

Der Verein Ganterhilfe war am 6. November 2012 aus der Taufe gehoben worden. Der Anlass für die Gründung hatte sich allerdings bereits am 10. Dezember 2007 abgespielt. Damals brannte in Schierbrok ein Reetdachhaus aus. Einem Bewohner gelang es gerade noch, seine 83-jährige Vermieterin zu retten, doch er selbst und seine Freundin verloren fast alles Hab und Gut. „Niemand ist davor gefeit, dass ihm etwas Schlimmes passiert“, sagte damals Gerd von Seggern. Die von ihm und weiteren Mitstreitern gegründete Ganterhilfe will in solchen Fällen direkt, schnell und flexibel helfen.