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NWZonline.de Nachrichten Politik

Verhandeln ist unsere einzige Möglichkeit

18.03.2008

Von Christoph Slangen

Frage: Die Kanzlerin zu Besuch in Israel – was erwarten Sie?

Stein: Es ist ein symbolisch wichtiger Besuch, weil ein Vertrag unterzeichnet wird, nach dem von jetzt an jährliche Konsultationen auf der Ebene der Bundeskanzlerin und des Premierministers stattfinden. Damit werden die deutsch-israelischen Beziehungen aufgewertet. Neben den bilateralen Beziehungen werden internationale Fragen im Mittelpunkt stehen, allen voran Iran, aber auch der Prozess zwischen uns und den Palästinensern.

Frage: Der Friedensprozess ist mehr als festgefahren. Wie kommt man aus der Situation heraus?

Stein: Es stimmt, die Lage ist sehr kompliziert. Sie begleitet uns seit den angeblich demokratischen Wahlen und hat sich noch verschärft, als die Hamas den Gaza-Streifen erobert hatte. So stehen zwei palästinensische Gruppen Israel gegenüber. Israel muss sich gegen die Angriffe mit Kassam-Raketen verteidigen. Gleichzeitig sind wir entschlossen, weiter mit dem Präsidenten der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, zu verhandeln über die Endstatus-Fragen. Terrorbekämpfung einerseits, Verhandeln andererseits ist unsere einzige Möglichkeit.

Frage: Wie kann Deutschland helfen?

Stein: Deutschland und die Europäische Union können der Palästinenserbehörde helfen, Institutionen aufzubauen. Es geht um den Aufbau eines Sicherheitsapparates, um das Training von Polizisten. Das ist nötig, damit die Behörde ihren Verpflichtungen nachkommen und Vereinbarungen durchsetzen kann.

Frage: Mahmud Abbas hat keine Macht, und die Hamas denkt nicht an Frieden mit Israel. Welche konkreten Schritte sind nötig?

Stein: Es gibt keine Patentrezepte, keine schnellen Lösungen. Wir müssen uns gegen den Terror verteidigen und einen Weg finden, um die Beschießung Israels mit Raketen aus Gaza zu verhindern. Die Hamas stellt für uns genauso wie für Mahmud Abbas eine Bedrohung dar. In Verhandlungen mit Abbas müssen wir sehen, ob die Einigung auf eine Absichtserklärung gelingt.

Shimon Stein (60) ist ehemaliger Botschafter Israels in der

Bundesrepublik. Er wurde in Israel als Kind europäischer Juden geboren.

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