Jüngste Sitzung des Ausschusses für Straßen und Verkehr (NWZ  vom 2. Oktober: „Aus Kreuzung soll teurer Kreisel werden“)

Die Gemeinde Ganderkesee freut sich über jeden neuen Bürger. Besonders junge Familien sind in einem „familien- und kinderfreundlichen“ Umfeld gern gesehen. Es werden Neubaugebiete ausgewiesen und die Neubürger in einer einmaligen Aktion zur Begrüßung ins Rathaus geladen. Und dann? Nichts!

Das Thema Verkehrssicherheit, gerade für die Kinder, ältere Menschen und Behinderte, wird nicht beachtet. Trotz Bürgerbegehren und eines Antrages der UWG an die Gemeinde, die Straßen Pferdeweide, Löwenzahnweg, Pferdekoppel, Hutfilterstraße und Vollersweg, genau wie die angrenzenden älteren Baugebiete, auch zu Spielstraßen zu widmen, wurde ohne oder mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt.

Fehlt das Geld für Schilder? Für einen unnützen, viel zu kleinen Kreisel mit üppiger Beschilderung war Geld da.

(...) Gerade in diesen Straßen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Anwohner können das bestätigen. Der Weg zum Kindergarten gerät zum Spießrutenlaufen.

Leider wohnt in diesen Straßen kein Ratsherr, Gemeindemitarbeiter oder eine andere Person, die die Gemeindeverwaltung leiden kann oder mag. Mit mir als Initiator der Aktion und der UWG als Antragsteller hat sich nie jemand von Rat oder Verwaltung zur Erörterung in Verbindung gesetzt. (...)

Ich werde ein Schild: „Achtung Kinder“, gesponsert von einem privatem Radiosender, auf eigene Kosten aufstellen. Ich bin gespannt wie die Gemeindeverwaltung damit umgeht. Ich vermute, ich darf das Schild wieder abbauen. Korrektheit ist ja wichtiger als die Sicherheit der Schwächsten.

Ronald Junge Bookholzberg