Wangerooge - Die neue Wangerooger Kurverwaltung wird nicht auf der Fläche des Steingartens gebaut, sondern soll am Ostrand des jetzigen Minigolf-Platzes an der Oberen Strandpromenade entstehen. Diesen Vorschlag des Planers haben am Dienstagabend in gemeinsamer Sitzung der Wangerooger Werksausschuss Kurverwaltung und der Bauausschuss einstimmig gebilligt.
Der Neubau an der Strandpromenade kommt die Gemeinde deutlich günstiger als eine Verlegung in den Steingarten, weil die Gemeinde den Kaufpreis für das Promenaden-Grundstück nicht anteilig ans Land abführen muss, erläuterte Walter Meinerts von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage der NWZ . Wie berichtet, erhält das Land anteilig Erlöse aus den Flächenverkäufen, es sei denn, die Gemeinde nutzt die Flächen selbst für touristische Zwecke.
Nach dem Entwurf von Planer Torsten Zoeke wird die neue Kurverwaltung auf einer Grundfläche von 9,60 auf 18,12 Meter viergeschossig mit Keller und einer Giebelhöhe von 13,50 Metern gebaut. Das Gebäude ist optisch an das geplante Aparthotel angepasst. Die Kosten für den Neubau sollen bei rund 2,7 Millionen Euro liegen.
Finanziert werden soll die neue Kurverwaltung aus den Verkaufserlösen der Flächen an der Strandpromenade West. Dort soll neben dem Aparthotel ein Vier-Sterne-Hotel entstehen (die NWZ berichtete). „Wann tatsächlich gebaut wird, steht noch nicht fest: Das hängt vom Grundstücksverkauf ab“, sagte Meinerts.
Auch die Planungen für den Golfplatz gehen nun weiter: Der Ausschuss hat beschlossen, den Auftrag für die Änderung des Flächennutzungsplans an das Büro Thalen Consult (Neuenburg) zu vergeben. In Kürze soll der neue Plan bereits ausgelegt werden. Die Neuplanung ist notwendig geworden, weil der Golfplatz nun auf verkleinerter Fläche entstehen soll. Auf Flächen aus dem Nationalpark wird verzichtet.
Beschlossen wurde außerdem die Anschaffung von 70 neuen Strandkörben als Ersatz für Körbe, deren Reparatur sich nicht mehr lohnt.
