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Asyl Verwaltung erhält für Flüchtlingsarbeit Verstärkung

Butjadingen - Der Landkreis stellt den Städten und Gemeinden der Wesermarsch in den kommenden zwei Jahren Geld zur Verfügung, damit die Kommunen den Zustrom von Asylbewerbern bewältigen können. Die Gemeinde Butjadingen soll 24 600 Euro erhalten – eine tolle Nachricht. Sie hielt dennoch zwei Fachausschüsse des Gemeinderats nichts davon ab, zäh und kontrovers zu diskutieren. Wenigstens hatte die Debatten für Bürgermeisterin Ina Korter ein Happy End: Der Finanzausschuss gab mehrheitlich sein Okay dafür, dass mit dem Landkreis-Geld im Rathaus eine zusätzliche halbe Stelle geschaffen wird.

Vergangene Woche hatte sich bereits der Ausschuss für Familie, Jugend, Sport und Kultur mit der Angelegenheit befasst (NWZ  berichtete). Unter anderem FDP-Ratsherr Jannes Bergsma hatte bekräftigt, dass er es zwar für eine gute Idee halte, im Rathaus zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Es müssten aber auch die ehrenamtlichen Flüchtlingspaten, die in Butjadingen im Einsatz sind, bedacht werden. Der Familienausschuss lehnte das Ansinnen der Bürgermeisterin letztlich ab.

„Dringend nötig“

Im Finanzausschuss stand das Thema nun erneut auf der Tagesordnung. Ina Korter hatte inzwischen ein Konzept erarbeitet, das sie im Familienausschuss noch nicht hatte vorlegen können. Die Bürgermeisterin betonte, dass sie im Sozialamt „dringend Verstärkung“ benötige. Die Gemeinde erwarte weitere Flüchtlinge in großer Anzahl. Das sei nicht mehr zu schaffen, und sie könne nicht davon ausgehen, dass stets die Paten zur Verfügung stehen, so Ina Korter.

Diese Aussagen hinderten Uta Meiners (FDP) nicht daran, erneut eine Diskussion zu entfachen. Auch die Flüchtlingspaten müssten von dem Geld des Landkreises profitieren, alles andere wäre „ungerecht“. Die Paten zu entschädigen sei „eine schwierige Sache“, wandte Ina Korter ein – und fügte eine Frage an: „Was werden die Ehrenamtlichen, die in anderen Bereichen in der Gemeinde aktiv sind, dazu sagen?“

Es sei „das Allerletzte“, das Engagement der Flüchtlingspaten gegen eine halbe Stelle in der Gemeindeverwaltung auszuspielen, wetterte Jürgen Sprickerhof (Grüne), der sich nach eigenem Bekunden bereits über den ablehnenden Beschluss des Familienausschusses gewundert hatte. Ehrenamtliches Engagement sei hoch einzuschätzen. Aber das ändere nichts daran, dass die Verwaltung entlastet werden müsse, so Jürgen Sprickerhof.

Paten werden entlastet

Martina Geberzahn (SPD) gab zu bedenken, dass die Schaffung einer zusätzlichen halben Stelle in der Verwaltung auch zur Entlastung der Flüchtlingspaten betragen würde. Daher sei das Ansinnen der Bürgermeisterin zu unterstützen.

Dem schloss sich mehrheitlich der Finanzausschuss an. Abzuwarten bleibt, ob kommenden Donnerstag, 17. Dezember, auch der Gemeinderat der Beschlussempfehlung folgt und die halbe Stelle endgültig bewilligt.

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