Ramsloh - Die Spitze des ersten Jugendparlaments (JuPa) der Gemeinde Saterland hat gewechselt. Auf einer Sitzung der Nachwuchspolitiker im Rathaus der Gemeinde Saterland übernahm der 17-jährige Jonas Schulte aus Ramsloh den Vorsitz von Stefanie Alberding (18) aus Scharrel, die die Geschicke des Saterländer Jugendparlaments seit der konstituierenden Sitzung vor gut einem Jahr gelenkt hatte. Alberding ist nun stellvertretende Vorsitzende.
Einen Wechsel gab es auch beim Posten des Schriftführers. Neue Schriftführerin ist Julia Fris. Die 15-jährige Ramsloherin übernahm das Amt von Marvin Mödden, dessen Mitgliedschaft aufgrund eines Schulwechsels endete. Nachrückerin im Parlament ist Alwina Heinz aus Ramsloh. Etatmanager bleibt Marius Heese.
Neben den Personalien wurde auch eifrig diskutiert. Heese bemängelte, dass dem Jugendparlament kein Etat für das laufende Jahr zur Verfügung gestellt wurde. „Wir hatten kein Geld, mit dem wir arbeiten konnten“, bemängelte der Gymnasiast. Bürgermeister Hubert Frye dementierte diese Aussage: „Hier muss ein Missverständnis in der Kommunikation vorliegen. Das Jugendparlament hat einen eigenen Etat mit 5000 Euro“, so Frye. Man befinde sich in einem Lernprozess. Schließlich sei das Saterländer Jugendparlament das einzige und erste im Landkreis Cloppenburg und man müsse Erfahrung sammeln.
Eingestehen musste der neue Vorsitzende Jonas Schulte, dass man bei der Präsentation zahlreiche Ideen und Vorhaben gehabt habe, diese aber zu wenig umgesetzt wurden. Als Beispiel nannte er die Umgestaltung einer Grünfläche zwischen Rathaus und dem ehemaligen Schlecker-Markt. Hierbei handelt es sich um eine kritische Stelle: Wie Heese berichtete, sollen sich auf dem Weg, der durch dieses Gebiet verläuft, öfters Jugendliche aufhalten, die Fußgängern den Weg versperren oder Kindern Angst einjagten. Der Vorschlag des Jugendparlamentes ist es, dort neue Grünanlagen zu pflanzen und ein dort vorhandenes Drehkreuz durch hüfthohe Hecken zu ersetzen.
Auf den Nägeln brennt den Jugendlichen auch die Skater-Anlage in Ramsloh, wo das Müllproblem bislang nicht gelöst werden konnte. „Oft gleich der Platz einem Scherbenhaufen“, bemängelte Skaterfreund Maik Dumstorff. „Wir werden das im Auge behalten“, versprach daraufhin Frye.
Keine Lösung gab es auf der Suche nach besseren Busverbindungen. Auf seiner Projektliste hatte sich Kevin Brinkmann aus Sedelsberg eine „Treffhütte“ für seinen Ortsbereich notiert. „Ich habe mich auch schon um einen Standort gekümmert. Die Anwohner begrüßen so einen Treffpunkt. Allerdings immer mit dem Hinweis ,nicht vor unserer Haustür’“, ärgerte sich Brinkmann. Insgesamt wünschte sich das JuPa mehr Kommunikation mit dem „Unterstützerteam“, bestehend aus Ratsmitgliedern, Bürgermeister und Jugendpfleger Sulejman Aliev.
