Wangerooge - Die evangelische Kirche hat wie angekündigt die Trägerschaft des Wangerooger Kindergartens zum 31. Juli 2018 gekündigt: Im Jugend- und Sozialausschuss der Insel wurde am Dienstagabend deshalb beraten, wie es mit dem Kindergarten weitergehen soll.
Der Kindergarten ist schon länger Sorgenkind der Insel. Denn: das Landesjugendamt hatte bei einer Begehung festgestellt, dass Raumkonzepte fehlen und Sanierungsbedarf am Gebäude besteht. Die Gemeinde wollte die Sanierung durchaus finanzieren. Das will aber die Kommunalaufsicht nicht – denn das Gebäude gehört der Kirche. Doch jetzt, mit der Kündigung als Träger, stehen mehrere Möglichkeiten offen.
Bürgermeister Dirk Lindner zeigte all diese Möglichkeiten im Ausschuss auf, berichtete er auf Nachfrage der NWZ. Das heißt: zunächst muss entschieden werden, wer ab August 2018 Träger des Kindergartens ist – entweder, wie bereits angedacht, die Gemeinde oder aber ein Dritter.
„Außerdem gehört das Gebäude immer noch der Kirche“, betonte Lindner. „Also müssen wir überlegen, ob wir es kaufen oder pachten wollen.“ Dazu soll ein Gutachter den Wert und den Investitionsbedarf ermitteln.
Eine andere Idee: der Kindergarten zieht in die alte Grundschule um. Das würde dann aber die Pläne der Gemeinde, dort Wohnungen zu bauen, durchkreuzen. Aber auch ein Kindergarten-Neubau wäre eine Möglichkeit.
„Doch egal wie es kommt – es wird auch weiterhin einen Kindergarten geben. Und es muss jetzt zügig vorangehen mit den Entscheidungen“, betonte Lindner. Auch mit dem Landkreis habe er sich bereits in Verbindung gesetzt.
Offen ist zudem, wer die neue Leitung des Kindergartens übernimmt. Denn nach nur einem Jahr hatte Martina Kappe ihre Stelle gekündigt. Eine Ausschreibung ist bereits erfolgt – auch mit dem Hinweis darauf, dass die Trägerschaft sich im nächsten Jahr ändern wird, so Lindner. „Jetzt müssen wir abwarten, was kommt.“
Als neue Jugendvertreter im Ausschuss hat Lindner Anna Scatturin (Schülervertreterin) und Max Mandelkow (Sprecher der Jugendfeuerwehr) ernannt. Sie werden künftig in den Jugend- und Sozialausschüssen als beratende Mitglieder dabei sein.
